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Coronakrise Erste KfW-Hilfe für Start-up-Investoren fließt

KfW Capital beteiligt sich an einer ersten Finanzierungsrunde im Rahmen des Hilfsprogramms. Die Nachfrage von Risikokapitalfonds ist groß.
06.08.2020 - 09:57 Uhr Kommentieren
Insgesamt sind bislang 75 Anträge von Risikokapitalgebern bei der KfW Capital und beim EIF eingegangen. Quelle: Westend61/Getty Images
Start-up

Insgesamt sind bislang 75 Anträge von Risikokapitalgebern bei der KfW Capital und beim EIF eingegangen.

(Foto: Westend61/Getty Images)

Hamburg Vier Monate nach der ersten Ankündigung sind in dieser Woche die ersten Mittel aus den Coronahilfen für Start-up-Investoren geflossen. In dem Programm stellen die staatlichen Geldgeber KfW Capital und European Investment Fonds (EIF) bis zum Jahresende bis zu 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung, um Investitionsrunden von Risikokapitalgebern aufzustocken. Der erste Fonds habe solches Geld abgerufen, sagte eine KfW-Sprecherin dem Handelsblatt.

Unter den ersten elf Fonds, die KfW Capital für das Programm bereits zugelassen hat, ist der Investmentarm des Münchener Start-up-Förderers UnternehmerTUM, UVC. „Ohne die Hilfen hätten wir nicht alle Start-ups mit dem nötigen Geld ausstatten können, um die Coronakrise zu überstehen“, sagte UVC-Partner Johannes von Borries dem Handelsblatt. „Wir wären definitiv in die Bredouille gekommen und hätten Start-ups fallen lassen müssen.“

Schließlich braucht gleich eine ganze Reihe von Gründern Geld, um länger als geplant bis zur nächsten regulären Finanzierungsrunde durchzuhalten.

Bundesregierung hilft Start-ups mit zwei Milliarden Euro

Bei diesen außerplanmäßigen Finanzspritzen orientiert sich UVC an der letzten Bewertung. Die KfW Capital nimmt an den Kapitalerhöhungen teil und erhält entsprechende Anteile. UVC investiert regulär jeweils eine halbe bis zwölf Millionen Euro in ein Start-up. Die bekannteste Beteiligung ist Flixbus. „Bevor wir Start-ups ganz verlieren, ist es mir lieber, dass die KfW mitverdient“, sagt von Borries.

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    Die Zusammenarbeit funktioniere gut. Dabei hilft auch, dass die KfW Capital rückwirkend einsteigt. Daher konnte Borries das staatliche Investment schon seit April in Verträgen mit Start-ups berücksichtigen.

    Auch dem Steuerzahler helfe das Programm, findet Borries: „Ich vermute, dass die KfW am Ende richtig Geld mit dem Programm macht.“

    Fonds, die an dem Programm teilnehmen, müssen alle ihre Investments bis Jahresende für die Förderer öffnen. Das soll verhindern, dass sie den Staat nur an risikoreichen Projekten beteiligen. KfW Capital und EIF stocken dabei Investitionsrunden um bis zu 70 Prozent auf.

    Die Förderung ist Teil eines zwei Milliarden Euro schweren Förderprogramms, das die Bundesregierung in den vergangenen Monaten entworfen hat. Die restlichen 800 Millionen Euro fließen an die Förderbanken der Länder, die eigene Programme für kleinere Start-ups auflegen.

    Insgesamt sind bislang 75 Anträge von Risikokapitalgebern bei der KfW Capital und beim EIF eingegangen. Sie haben ein Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden Euro. Es ist bereits seit Mitte Mai möglich, die Förderung zu beantragen. Von den Anträgen wurden bereits 26 abgelehnt, weil Voraussetzungen wie der Firmensitz in Europa nicht erfüllt sind.

    Für elf Fonds, die in 200 Start-ups investiert haben, gibt es Förderzusagen für 375 Millionen Euro. Mit drei Fonds, darunter UVC, sind die entsprechenden Treuhandverträge bereits geschlossen worden. Das betrifft 155 Millionen Euro und rund 75 Portfolio-Start-ups.

    Mehr: Die erste Säule der Start-up-Hilfen steht.

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