Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coronakrise Handwerksverband rechnet mit Abschwung ab Jahresmitte

Wegen wegbrechender Steuereinnahmen rechnet das Handwerk mit weniger Aufträgen der Kommunen. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei bisher aber noch nicht möglich.
11.06.2020 - 12:49 Uhr Kommentieren
Besonders die Bauwirtschaft war mit hervorragenden Aussichten ins Jahr gestartet, doch in der zweiten Jahreshälfte könnte ein Einbruch drohen. Quelle: dpa
Baustelle

Besonders die Bauwirtschaft war mit hervorragenden Aussichten ins Jahr gestartet, doch in der zweiten Jahreshälfte könnte ein Einbruch drohen.

(Foto: dpa)

Berlin Trotz eines gutes Starts ins Jahr blickt das deutsche Handwerk wegen der Coronakrise skeptisch auf 2020. „Es könnte sein, dass einige Branchen, die bisher vergleichsweise gut durch die Coronazeit gekommen sind, im zweiten Halbjahr einen Nachlaufeffekt der Krise zu spüren bekommen“, sagte Chefvolkswirt Alexander Barthel vom Handwerksverband ZDH der Nachrichtenagentur Reuters.

Dies dürfte Bau und Ausbau treffen, die bisher ihr hohes Auftragspolster abgearbeitet hätten. „Wenn die privaten Bauherren und die Kommunen, die wichtigsten Auftraggeber der Betriebe, sich mit Investitionen zurückhalten, dürfte das viele Handwerksbetriebe belasten.“

Für das laufende Jahr könne man wegen der Unsicherheit noch keine konkrete Prognose vorlegen, sagte Barthel. „Aber ohne Frage wird die Coronakrise deutliche Spuren hinterlassen, weshalb im Gesamtjahr 2020 im Handwerk mit einem erheblichen Umsatzrückgang zu rechnen ist.“ Ende 2019 hatte der Verband für 2020 noch ein Umsatzplus von rund drei Prozent veranschlagt. „Nachdem Corona-bedingt seit Beginn der Krise Umsätze und Aufträge im Gesamthandwerk massiv eingebrochen sind, erkennen wir seit Mai erste Zeichen einer Entspannung“, betonte Barthel.

Im ersten Quartal stiegen die Erlöse noch um 3,8 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt jüngst mitteilte. In fünf der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks gab es ein Plus. Den größten Zuwachs verzeichnete das Bauhauptgewerbe mit gut 14 Prozent. Umsatzrückgänge gab es in den Handwerken für den privaten Bedarf mit 3,2 Prozent. Dazu zählen auch Friseure, die wegen der strikten Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie ihre Läden wochenlang schließen mussten. Auch im Kfz-Gewerbe gab es ein Umsatzminus von 2,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende März 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Der Verband der Gründer und Selbstständigen schlägt Alarm: Obwohl die Koalition 130 Milliarden Euro mobilisiert, steuern viele Eine-Frau- und Ein-Mann-Betriebe weiter auf Hartz IV zu.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Coronakrise - Handwerksverband rechnet mit Abschwung ab Jahresmitte
    0 Kommentare zu "Coronakrise: Handwerksverband rechnet mit Abschwung ab Jahresmitte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%