Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coworking Adam Neumann und Miguel McKelvey bringen die We Company an die Börse

Die Vermittler von hippen Büroräumen drängen mit einer 47-Milliarden-Dollar-Bewertung an den Aktienmarkt. Dabei hatten die Gründer mal andere Pläne.
Kommentieren
Die Firmengründer mischen den Büromarkt für Freelancer auf und kreieren einladende Büroräume. Quelle: WeWork LLC.
Miguel McKelvey und Adam Neumann

Die Firmengründer mischen den Büromarkt für Freelancer auf und kreieren einladende Büroräume.

(Foto: WeWork LLC.)

New YorkVon Babykleidung zu einem der größten Börsengänge des Jahres: Adam Neumann, einer der beiden Gründer von WeWork, wollte ursprünglich mit Krabbel-Hosen, die an den Knien gepolstert sind, sein Geld machen. Stattdessen bringt der 40-Jährige nun die für ihre hippen Büros bekannte We Company vermutlich für Milliarden an die Börse.

Angefangen hatte alles in einem Gebäude im New Yorker Stadtteil Brooklyn, wo Neumanns Firma „Krawlers“ Babykleidung vertrieb. In dem gleichen Gebäude hatte sich auch der wenige Jahre ältere Architekt Miguel McKelvey eingemietet. Beiden fiel auf, dass viele Büros leer standen. Gemeinsam überredeten sie den Hausbesitzer, ihnen die Flächen zu vermieten, damit sie diese mit Recycling-Möbeln und Ökostrom aufpeppen und untervermieten konnten.

Der zum Teil im Kibbutz aufgewachsene Israeli und Marineoffizier Neumann sowie der in einer WG alleinerziehender Mütter in Oregon groß gewordene McKelvey nannten ihr Start-up „Green Desk“. Zwei Jahre später, im Jahr 2010, verkauften sie Green Desk für ein paar Millionen und legten den Grundstein für WeWork: hippe, flexible Büros mit Wirgefühl. Der großgewachsene, stets in Schwarz gekleidete Neumann wird Geschäftsführer, McKelvey Kreativ-Chef. Das Unternehmen wuchs rasant – weltweit. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde wurde es mit 47 Milliarden Dollar bewertet.

Diese Woche hat Neumann seinen Mitarbeitern geschrieben, dass die We Company – wie WeWork heute heißt – an die Börse gehen wird. „Ich habe kein exaktes Datum oder Zeitrahmen, den ich teilen kann. Aber ich wollte, dass Ihr als Erste erfahrt, dass der Prozess begonnen hat“, erklärt er.

Neumann und McKelvey haben ehrgeizige Pläne jenseits der Büros. Mit WeLive vermieten sie auch Wohnungen. Zudem haben sie eine Privatschule gegründet und das Hobby-Start-up Meetup übernommen. Nun müssen sie die Investoren überzeugen, dass das Wirgefühl wichtiger ist als die Zahlen: 2018 hat WeWork mit 1,9 Milliarden Dollar mehr Verlust als Umsatz gemacht.

Handelsblatt Zukunft Mittelstand Newsletter
Startseite

Mehr zu: Coworking - Adam Neumann und Miguel McKelvey bringen die We Company an die Börse

0 Kommentare zu "Coworking: Adam Neumann und Miguel McKelvey bringen die We Company an die Börse"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote