Cube Tech Fair 2017 Ein Handschuh, der denkt und ein Mensch, der fliegt

In Berlin eröffnet die Cube Tech Fair. Die Ausstellung soll die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Konzernen fördern. Auch einer der Apple-Gründer wird als Gast erwartet.
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Die Cube Tech Fair feiert in Berlin Premiere. Gründer und Mitarbeiter von Großkonzernen sollen bei der Ausstellung ins Gespräch kommen. Quelle: picture alliance / Robert Schles
Cube Tech Fair

Die Cube Tech Fair feiert in Berlin Premiere. Gründer und Mitarbeiter von Großkonzernen sollen bei der Ausstellung ins Gespräch kommen.

(Foto: picture alliance / Robert Schles)

Ein Mensch, der fliegt, eine Batterie, die in fünf Minuten aufgeladen wird, und ein Elektroauto, das in elf Sekunden von Null auf 400 Stundenkilometer beschleunigt. Heute feiert in Berlin die Cube Tech Fair Premiere, bei der rund 250 Start-ups aus 38 Ländern ihre Produkte präsentieren. Es gibt viele Start-up-Konferenzen, das Besondere an dieser ist: Die meisten Firmen sind im B-to-B-Geschäft tätig, sie sind Zulieferer für die Industrie.

Hinter Cube, gesponsert von Konzernen wie Volkswagen, Bayer, Dell und der Messe Berlin, steckt mehr als ein Event: Cube, geführt von Torsten Oelke, will ein Netzwerk sein, das das ganze Jahr über Start-ups und Konzerne zusammenbringt. Storedot, die israelische Firma mit der schnellladenden Batterie zum Beispiel, arbeitet mit DHL zusammen. Der Logistik-Konzern wird auf der Tech Fair einen seiner Streetscooter mit der Storedot-Batterie vorstellen. Uniti, ein Start-up aus Schweden, wird seine Kuka-Roboter präsentieren, ProGlove einen intelligenten Handschuh, der unter anderem in der Automobilproduktion zum Einsatz kommt.

Das sind Deutschlands größte Familienunternehmen
Platz 10: Heraeus
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Im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung die größten deutschen Familienunternehmen ermittelt. Auf den zehnten Platz schafft es mit einem Umsatz von 12,9 Milliarden Euro die Heraeus Holding. Der Technologiekonzern und Edelmetallspezialist mit Sitz im hessischen Hanau beschäftigt knapp 12.500 Mitarbeiter.

Platz 9: Schaeffler
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Der neunte Platz geht an den Automobilzulieferer mit Hauptsitz im bayerischen Herzogenaurach: 13,2 Milliarden Euro setzte das von Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann (Foto) und ihrem Sohn Georg kontrollierte Unternehmen im Jahr 2015 um. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei rund 83.900.

Platz 8: Boehringer Ingelheim
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Das Pharmaunternehmen belegt mit einem Umsatz von 14,8 Milliarden Euro den achten Platz. Die Zahl der Mitarbeiter liegt bei rund 47.500. Unternehmenschef ist seit 2016 Hubertus von Baumbach, ein Urenkel des Firmengründers Albert Boehringer.

Platz 7: Bertelsmann
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Der Gütersloher Medienkonzern schafft es mit 17,1 Milliarden Euro auf Platz sieben der Top-10-Familienunternehmen und beschäftigt 117.300 Mitarbeiter weltweit. Damit liegt das Unternehmen der Familie Mohn im Ranking nach der Beschäftigtenzahl auf Platz 5. Liz Mohn (Foto) ist die Witwe des ehemaligen Bertelsmann-Chefs Reinhard Mohn und Vorsitzende der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft, in der die Stimmrechte der Bertelsmann SE & Co. KGaA gebündelt sind.

Anm. d. Red.: In einer ersten Fassung war Liz Mohn versehentlich als Mitglied des Bertelsmanns-Vorstands bezeichnet worden.

Platz 6: Henkel
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Hinter dem sechsten Platz verbirgt sich das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf. Der Umsatz 2015 lag bei etwas mehr als 18 Milliarden. Der Hersteller von Kosmetik-, Waschmittel- und Klebstoffprodukten beschäftigt weltweit knapp 50.000 Mitarbeiter.

Platz 5: Phoenix
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Der fünfte Platz geht an Deutschlands größten Pharmagroßhändler Phoenix mit Sitz in Mannheim. Der Umsatz liegt bei 23,3 Milliarden Euro und damit in deutlichem Abstand zu den vier umsatzstärksten Familienunternehmen. Die Mitarbeiterzahl ist mit etwas mehr 24.800 Personen ebenfalls deutlich geringer.

Platz 4: Metro
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Der Handelskonzern belegt mit 59,2 Milliarden Euro Umsatz Platz vier, beschäftigt aber mit 226.900 mehr Mitarbeiter als die Aldi-Gruppe. Hauptsitz des Unternehmens, zu dem auch die Elektronikmärkte Saturn und Media Markt gehören, ist Düsseldorf.

3.000 Gäste werden erwartet. Auf sie warten Start-ups aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Produktion, so wie ein umfangreiches Show-Programm. Richard Browning führt einen Fluganzug mit Raketenantrieb vor. Robin Wright, Schauspielerin (House of Cards) und selbsternannte Aktivistin, will auf die Schattenseiten der Digitalisierung aufmerksam machen, sie wird interviewt von dem Ex-Bild-Chef und Uber-Repräsentanten Kai Diekmann.

Auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak wird auf der Cube Tech Fair einen seiner seltenen Auftritte in Europa haben. Er wird unter anderem einen Preis verleihen, auf den sich die teilnehmenden Start-ups bewerben konnten. Das Innovativste von ihnen wird eine Million Euro erhalten. Daneben lobt Volkswagen ein mit 15.000 Euro dotiertes Kooperationsprojekt aus, Bayer vergibt Prämien zwischen 10.000 und 40.000 Euro für ausgewählte Robotik-Start-ups.

Eröffnet wird die Messe offiziell am Donnerstag von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD). Auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries will teilnehmen.

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