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Delivery Hero Essenslieferant hat Umsatz fast verdoppelt

Essenslieferant Delivery Hero hat den Umsatz im ersten Quartal nahezu verdoppelt. Die Zahl der Bestellungen nahm um 62 Prozent auf 63 Millionen zu. Delivery Hero gilt als aussichtsreicher Kandidat für einen Börsengang.
23.05.2017 - 09:08 Uhr Kommentieren
Zu dem Unternehmen gehören auch „Lieferheld“, „Foodora“ und „Pizza.de“. Quelle: dpa
Delivery Hero

Zu dem Unternehmen gehören auch „Lieferheld“, „Foodora“ und „Pizza.de“.

(Foto: dpa)

Berlin Der mit einem Börsengang liebäugelnde Essenslieferant Delivery Hero hat seinen Umsatz im ersten Quartal nahezu verdoppelt. Er stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent auf 121 Millionen Euro, wie das Unternehmen („Lieferheld“, „Foodora“, „Pizza.de“) am Dienstag mitteilte.

Die Zahl der Bestellungen nahm um 62 Prozent auf 63 Millionen zu. „Wir haben zum Jahresanfang unseren Wachstumskurs fortgesetzt und sind der Gewinnschwelle zunehmend näher gekommen“, sagte Unternehmenschef Niklas Östberg. „Das gibt uns eine starke Basis für unser weiteres Wachstum im laufenden Jahr wie auch mittelfristig, während wir unsere Profitabilität weiter verbessern und an Größe gewinnen.“

So vermeiden Sie peinliche PR-Ausrutscher
PR-Ausrutscher vermeiden
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Gerade junge Firmen machen bei der Unternehmenskommunikation häufig Fehler. Das weiß Boris Radke nur allzu gut: Er hat die PR des Onlinehändlers Zalando aufgebaut. In einem Gastbeitrag auf der Internetseite des Fachportals Gründerszene gibt er Start-ups Tipps für eine bessere Kommunikation nach außen. Seine fünf Ratschläge im Überblick.

(Foto: Getty Images)
1. Marketing unterlassen
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Ein häufiger Fehltritt junger Unternehmen: Sie betreiben günstiges Marketing ohne strategischen Ansatz. Das kann fatale Folgen haben: „Wer Journalisten mit werblichen Mails flutet, sollte sich nicht wundern, wenn in einem späteren Stadium kaum ein seriöser Journalist mehr zuhört“, meint Radke. Die Kommunikation sei bereits in der Anfangsphase einer der ausschlaggebenden Faktoren, von denen abhängt, wie das Start-up auf dem Markt wahrgenommen werde. Deshalb gilt: „Wer hingegen Relevantes erzählt, wird auch langfristig Aufmerksamkeit bekommen.“

(Foto: Getty Images)
2. PR zur Chefsache machen
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Wenige Gründer haben am Anfang Geld, um einen Mitarbeiter einzustellen, der ausschließlich für die PR zuständig ist. Der Experte rät den Unternehmern deshalb, die Arbeit selbst zu erledigen – und sie keinesfalls einem Praktiktanten zu überlassen. „Diese richten leider meistens mehr Schaden an, als dass sie einem nutzen“, sagt Radke. Und: „Auch bitte keine Agentur zu Beginn engagieren, die die Kommunikation alleine durchführt.“ Sinnvoll ist es laut dem Fachmann, wenn die Gründer Kontakt zu fünf Journalisten aufnehmen, die sich thematisch mit der Branche des Unternehmens befassen, und sich mit ihnen in entspannter Atmosphäre auf einen Kaffee zu treffen. „Diese Treffen dienen erst einmal nicht einem Presse-Output, sondern dem Aufbau von normalen Beziehungen.“ So wissen die Journalisten, welche Gesichter hinter der Firma stecken.

(Foto: dpa - picture-alliance)
3. Auch mal Nein sagen
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Zu den Aufgaben eines Gründers gehört es Radke zufolge ebenso, Journalisten auch mal eine Abfuhr zu erteilen – und beispielsweise ein Interview abzulehnen. Natürlich ist es schön für sie, mit Bild und Namen in den Medien zu erscheinen, aber: „Lasst euch nicht von den Medien hochjubeln, wenn es noch keinen Proof of Concept gibt.“ Stattdessen sollten die neuen Unternehmer damit warten, bis es klare Indizien für einen Erfolg gibt.

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4. Intern kommunizieren
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Im Gastbeitrag gibt Radke zu, dass Zalando die interne Kommunikation lange Zeit vernachlässigt hat. „Am Ende mussten wir verdammt viel Aufwand und Geld reinstecken, um wieder ein allgemeines Vertrauen bei unserer Belegschaft aufzubauen.“ Daraus gelernt hat er: Die interne Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der zentralen Kommunikationsabteilung. Denn in Zeiten, in denen wir immer mehr in sozialen Netzwerken unterwegs sind, werden Arbeitsplätze immer transparenter. Und: Wer seine Mitarbeiter permanent auf dem Laufenden hält und ihnen dadurch das Gefühl vermittelt, wertvoll fürs Unternehmen zu sein, kann insbesondere in Change-Prozessen mit höherer Wahrscheinlichkeit mit Rückenwind rechnen.

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5. Keine Auftritte bei Konferenzen
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Unter allen Umständen sollten Gründer laut Radke eines verhindern: als Sprecher auf Konferenzen aufzutreten. „Gründer, deren Start-up Verluste macht und unter Umständen noch unfassbar viele Herausforderungen vor sich hat, haben keine Zeit, um als Speaker zu sprechen.“

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6. Aufwand als Speaker begrenzen
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Wenn der Gründer ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut hat, ist dem Experten zufolge nichts dagegen einzuwenden, wenn er als Speaker auf Konferenzen spricht – „aber immer mit geringen Mitteln“, meint Radke. Für Zalando sind solche Veranstaltungen mittlerweile ein beliebtes Instrument, um das Arbeitgeberimage zu stärken. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

(Foto: dpa - picture-alliance)

Delivery Hero gilt als aussichtsreicher Kandidat für einen Börsengang in diesem Jahr. Das Unternehmen hat mehr als 5000 Mitarbeiter in gut 40 Ländern. Nach dem Einstieg des südafrikanische Technologie- und Infrastruktur-Investor Naspers wird das Unternehmen mit etwa 3,5 Milliarden Euro bewertet. Größter Miteigentümer ist der Berliner Start-up-Investor Rocket Internet, der rund ein Drittel der Anteile hält.

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