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Deutsche Bank will Betreuung von deutschen Firmenkunden in Indien und China verstärken Deutsche Bank geht auf Mittelstand zu

Die Deutsche Bank besinnt sich auf einen Geschäftsbereich, dessen Vernachlässigung ihr in den letzten Jahren viel Kritik eingetragen hat: die Betreuung deutscher Mittelständler im Ausland. Jürgen Fitschen, der in der Führungscrew das Firmenkundengeschäft verantwortet, kündigte diesen Strategiewechsel in einem Gespräch mit dem Handelsblatt an.
  • Nicole Bastian und Oliver Müller (Handelsblatt)

HB BANGKOK. „Wir müssen uns besser um das Geschäft mit Firmenkunden kümmern, auch im Ausland“, sagte Fitschen. Er versprach, auch kleinere Stammkunden aus Deutschland bei Geschäften in Asien und auf anderen Auslandsmärkten stärker zu unterstützen.

Bei dem jüngsten Treffen der deutschen Asienwirtschaft in Bangkok hatten Mittelständler die heimischen Kreditinstitute massiv kritisiert. Die Unternehmen fühlten sich im Auslandsgeschäft von ihren Hausbanken im Stich gelassen. Auch in einer Podiumsdiskussion auf der Messe „Export 21“ in Frankfurt hatten Unternehmer vor kurzem kritisiert, dass viele deutsche Banken zögerten, ihre Geschäftskunden ins Ausland zu begleiten. Für Investitionen in ausländische Werke sei es für Mittelständler kaum möglich, Kredite zu bekommen. Vertreter mehrerer Großbanken beteuerten dort jedoch, sie hätten die Probleme erkannt und ihre Strategie geändert.

In den vergangenen Jahren hatte vor allem Deutschlands führendes Kreditinstitut mit seinem Fokus auf Großkunden Kritik von Mittelständlern auf sich gezogen, die sich von ihrer Hausbank im Ausland nicht ausreichend betreut fühlten. „Unsere Konzentration auf Großkunden führte zu einem negativen Eindruck, der zurückgetragen wurde auf unseren Heimatmarkt und uns auch dort geschadet hat“, stellte Fitschen fest. Das von ihm angekündigte Umlenken sieht die Bank nicht als patriotische Pflicht, sondern als lukratives Geschäft. Nach dem Rückzug vieler Institute aus Schwellenländern sei die flächendeckende Auslandspräsenz der Deutschen Bank zum Wettbewerbsvorteil geworden. „Diesen müssen wir künftig voll in die Waagschale legen“, verlangt Fitschen.

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