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Die weltgrößten Familienunternehmen Die Konzerne der Clans

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Denken in Generationen statt in Quartalen
Gemessen am Umsatz (476,3 Milliarden Dollar) ist Wal-Mart heute das mit Abstand größte Familienunternehmen der Welt. Quelle: ap
Wal-Mart-Filiale in Kalifornien

Gemessen am Umsatz (476,3 Milliarden Dollar) ist Wal-Mart heute das mit Abstand größte Familienunternehmen der Welt.

(Foto: ap)

Die 500 weltgrößten Familienunternehmen zeichnen sich durch ungewöhnliche Langlebigkeit aus. Im Schnitt sind sie 88 Jahre alt. Die älteste Firma der Liste stammt aus Japan: Takenaka (Rang 148), gegründet 1610 in Nagoya als Tempelschreinerei, ist heute einer der führenden Baukonzerne des Landes. Das Unternehmen wird von Toichi Takenaka, einem Nachfahren des Gründers, geleitet.

Erstaunlich: 44 Prozent der 500 größten Familienunternehmen befinden sich in der vierten Generation oder älter. „Ansonsten schaffen es weniger als vier Prozent aller Familienunternehmen so weit“, betont Englisch. „Bei jedem Generationswechsel geht ein Drittel der Familienunternehmen zugrunde“, konstatiert Bird. „Spätestens im Übergang zur dritten Generation scheitern viele.“

Was ist das Erfolgsgeheimnis der mächtigen Familienunternehmen? „Sie sind sehr flexibel und innovativ. Immer wieder haben sie sich neu erfunden“, beobachtet Englisch. Untersuchungen der Universität St. Gallen belegen: Familienunternehmen investieren zwar etwas weniger in Forschung & Entwicklung, sind aber trotzdem effizienter in Sachen Innovation als andere. Bird ergänzt: „Die Innovationskraft steigt, wenn ein Familienmitglied an der Unternehmensspitze ist.“

Hinzu kommt: Familienunternehmen denken in Generationen und nicht in Quartalen. „Kurzfristige Gewinnmaximierung ist ihnen fremd“, sagt Englisch. „Eigentümer dürfen das Unternehmen nicht als Cash-cow melken.“ Denn Eigentum verpflichte.

Noch ein Kriterium ist entscheidend für anhaltenden Erfolg: „Die Kunst besteht für Familienunternehmen darin, die rationale Welt des Geschäfts zu verbinden mit der emotionalen Welt der Familie“, betont der Experte von EY. „Das magische Dreieck Macht – Liebe – Geld muss im Gleichgewicht sein.“

Der Übergang auf die nächste Generation ist ein emotionaler Knackpunkt. Wer soll das Unternehmen führen – ein Familienmitglied oder Externe? „Hier gibt es keinen Königsweg, wichtig ist Klarheit“, betont Englisch. In einigen Firmen wie bei Miele (Rang 304) sind Nachfolger der beiden Gründer im Management aktiv, Markus Miele und Reinhard Zinkann. Ganz anders beim Mischkonzern Haniel (Rang 289): Nach den ungeschriebenen Familienstatuten überlässt die Familie das operative Geschäft externen Managern. Vertreter der Familie agieren nur über den Aufsichtsrat. Erfolgsentscheidend ist bei solch einem Modell, dass die Familie Experte der Branche bleibt, glaubt Englisch. Ansonsten sind die Eigentümer Fremdmanagern ausgeliefert.

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8 Kommentare zu "Die weltgrößten Familienunternehmen: Die Konzerne der Clans"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • So sehe ich es auch. Alles Neider die es zu nichts gebracht haben, außer natürlich ihre Idelogie zu verkünden.

  • Es ist schon erstaunlich, wie viel Kommunisten sich auf dieser Kommentarspalte tummeln. Die können sich nicht vorstellen, dass Vermögende fleißig und verantwortungsvoll sein können.
    Der totale Misserfolg der sozialistischen Systeme von braun bis rot hat nicht zu einem Lerneffekt der Ideologen geführt.

  • Herr sänger,
    Die Fam. Quandt z.B. kassiert 1Mio/Tag/Pers. OHNE Verantwortung für die Bürger.

    Sie schmieren nur die Politik, damit Ihre Geldquelle nicht austrocknet.

    Soziale Strukturen kann ich bei den Familienclans nicht erkennen, sonst würden Sie
    ds sein was Sie sind.
    Die Quelle ist unrechtmäßig angeeignet worden.

  • das phänomen der ungleichheit beschreibt thomas piketty im dritten teil seines buches "das kapital im 21. jahrhundert" sehr schön. an der umverteilung von unten nach oben hat sich noch nie etwas geändert. insbesondere nicht unter den sozialen und christlichen regierungen. wenn diese umverteilung unerträglich wird, sozusagen den wert 1 des gini koeffizienten erreicht gibt es wieder revolution. die geschichte hat es gezeigt. der adel und der clerus gehörten in frankreich zu den vermögendsten gruppen. bis sie es völlig überzogen aufgrund ihrer gier und raffsucht. ergebnis war die revolution. gier frisst eben hirn. in deutschland sind wir auf einem guten weg dahin. da hilft auch hartz IV und anderes sedativum nichts.

  • Ich denke mit ehrlicher Arbeit ist kaum jemand wirklich vermögend geworden. Quandt z.B. hat mit den Nazis seine Anfangskohle gemacht; das ist einfach so. Damit hatte man später den Grundsockel für Investitionen gelegt. Ich denke wenn man mal wirklich nachforscht woher bei manchen Familien das Familienvermögen wirklich herkommt....

    Anderseits hätten die Quandt-Erben natürlich auch das vom Alten geschaffene verleben können; haben sie nicht gemacht. Wäre auch schade drum, denn letztendlich tragen sie doch die Verantwortung für Tausende Familien; das muss man auch einfach mal sagen.

    Und klar...Steuergelder für Forschung und sonstige Spielereien sind auch immer drin. Eine Hand wäscht die andere; da ändert sich auch nichts dran. Die Politik will ja auch manchmal versorgt werden; gerne mit goldenem Handschlag.


    An dem Sprichwort: kleine Vermögen große Sorgen und großes Vermögen noch größere Sorgen...ist was dran; können Sie mir glauben.
    Und 99% Steuer? Also bitte....

  • Ihr Erfolg ist die Ausbeutung des Menschen. Ich würde diese Gutmenschen mit 99% besteuern. Basta.

  • Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs?
    Nun vielleicht auch Spenden zur rechten Zeit an die rechten Parteien? Siehe Großspende der Familie Quandt an die CDU, die erst NACH den Bundestagswahlen veröffentlicht wurden:"Parteienfinanzierung: CDU erhält Riesenspende von BMW-Großaktionären. Geldsegen für die CDU: Die Christdemokraten erhalten kurz nach der Bundestagswahl drei Spenden von insgesamt 690.000 Euro von der Familie Quandt. Zeitlich fällt die Geldgabe der BMW-Anteilseigner mit einer heiklen politischen Entscheidung zu neuen Abgasnormen für die Autoindustrie zusammen." http://www.spiegel.de/politik/deutschland/union-erhaelt-riesenspende-von-bmw-eignern-klatten-und-quandt-a-927871.html

  • Die meisten von diesen "Machern" haben eben einen guten Draht zur Politik und bekommen somit viel Geld in Form von Subventionen ( Forschungsgeldern, Kurzarbeitergeld,..) geschenkt, die der dumme Michel bezahlt. Auch Steuerverkürzungen sollen vorkommen, man sollte es nicht glauben.
    Liebes HB, das wäre doch mal eine Recherche wert zu prüpfen, wie viel Geld die großen Unternehmen jedes Jahr geschenkt bekommen.

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