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Discounter Neue Doppelspitze für Norma

Nach dem Tod des Firmengründers Manfred Roth sind die Weichen für die Fortführung des Discounters Norma gestellt worden. Eine Doppelspitze wird künftig den Discounter leiten, der zu den fünf Großen der Branche zählt. Über die Nachfolge von Roth war lange spekuliert worden, da er keine Kinder hat.
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In der Branche wird über ein Interesse des Rewe-Discounters Penny an Norma spekuliert. Quelle: dpa

In der Branche wird über ein Interesse des Rewe-Discounters Penny an Norma spekuliert.

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Beim Discounter Norma sind nach dem Tod des Firmengründers Manfred Roth die Weichen für die Fortführung des Unternehmens gestellt. Durch eine Stiftungsregelung sei die Zukunft des Unternehmens gesichert, teilte Norma laut der Fachzeitschrift Lebensmittelzeitung mit, ohne aber Details zu nennen. Zentrales Anliegen von Roth war stets, die Eigenständigkeit von Norma zu erhalten. Der Discounter gilt als eines der verschwiegensten Unternehmen Deutschlands. Roths Vorbilder waren die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht.

Eine Doppelspitze wird künftig den Discounter leiten, der zu den fünf Großen der Branche nach Aldi, Lidl, der Rewe-Tochter Penny sowie der Edeka-Tochter Netto in Deutschland zählt. Die Norma-Manager Gerd Köber und Robert Tjón folgen auf Roth. Roth war am Ostermontag im Alter von 74 Jahren verstorben.

Über die Nachfolge von Roth war lange spekuliert worden, da er keine Kinder hat. In Branchenkreisen wurde lange der frühere Sprecher der Geschäftsführung und heutige Rewe-Vorstand Armin Rehberg als Nachfolger gehandelt. Doch angeblich kam es zum Bruch, als Rehberg im Gegenzug eine Beteiligung an Norma verlangt haben soll. In der Branche wird nun auch über ein Interesse des Rewe-Discounters Penny an Norma spekuliert, an dessen Spitze Rehberg steht.

Bereits im Alter von 23 Jahren übernahm Roth die Verantwortung für die Firmengruppe Rodi-Norma und entwickelte sie zu einem der bedeutendsten deutschen Handelsunternehmen. Er lebte sehr zurückgezogen und vermied möglichst öffentliche Auftritte. Wie beim Wettbewerber Aldi galt bei Norma Sparsamkeit als das höchste Gebot, wie es in der Branche heißt. Gewinne wurden im Unternehmen gelassen. Investiert wurde nur vorsichtig.

Roth wurde in Fürth geboren und war seiner Geburts- und Heimatstadt zeitlebens in besonderem Maße verbunden. "Roth war kein Mann großer öffentlicher Auftritte, ihm angebotene höchste Ehrungen und Auszeichnungen lehnte er immer wieder bescheiden ab", sagte Oberbürgermeister Thomas Jung. Die Stadt Fürth trauere "um einen sympathischen Menschen und eine beeindruckende Unternehmerpersönlichkeit". Roth galt in Fürth auch als Mäzen. Dies erfolgte laut Jung "meist im Verborgenen".

In den 60er-Jahren hatte Roth begonnen, den Discounter aufzubauen, der heute rund 1 300 Märkte zählt und auf einen Umsatz von schätzungsweise 2,7 Milliarden Euro kommt. Davon entfallen 2,4 Milliarden Euro auf Deutschland. Der Rest wird in Frankreich, Tschechien und seit 2005 in Österreich erzielt.

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