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Dokumentation: Basel II

HB FRANKFURT. „Basel II“ steht für neue Kreditrichtlinien der Banken. Die von einem internationalen Expertengremium in Basel erdachten Regeln halten die Geldinstitute an, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden (Bonität) bei der Vergabe von Krediten stärker als bisher zu berücksichtigen. Die neuen Regeln werden nach jahrelangen Verhandlungen Anfang 2007 in der EU in Kraft treten. Nach Einschätzung des Bundesverbandes deutscher Banken werden in den Folgejahren gut 100 Länder Basel II einführen.

Um sich gegen Kreditausfälle abzusichern, mussten Banken und Sparkassen jeden Firmenkredit bisher einheitlich mit acht Prozent Eigenkapital unterlegen (Basel I). Künftig muss bei schlechter Bonität des Kunden mehr Eigenkapital reserviert werden, bei guter Zahlungsfähigkeit reicht weniger als bisher. So sollen eine angemessene Eigenkapitalausstattung der Banken gewährleistet und international einheitliche Wettbewerbsbedingungen bei Kreditvergabe und -handel geschaffen werden.

Geprüft wird die Kreditwürdigkeit mit Hilfe eines so genannten Ratings, bei dem die Firmen anhand ihrer Geschäftsdaten bewertet werden. Aber auch Faktoren wie Wettbewerbsposition und Nachfolgeregelung spielen eine Rolle. Je schlechter das Rating, desto mehr Eigenkapital benötigen die Banken zur Absicherung des Kredits. Dies schlägt sich für den Kunden in höheren Kreditzinsen nieder.

Ihren Namen verdanken die neuen Kreditrichtlinien dem Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Das Gremium wurde 1974 von den führenden Industrieländern eingesetzt, um zur Stabilisierung des internationalen Finanzwesens beizutragen. Angesiedelt ist der Ausschuss bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.

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