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Erfolg mit der "reiferen Belegschaft" Die Alten sichern die Zukunft des Betriebes

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So ist es in vielen Gewerken des Handwerks an der Tagesordnung. Besonders aber in den körperlich belastenden Bau- und Ausbauberufen gehört schon ein 40-Jähriger zum alten Eisen. Aber der Nachwuchs wird auch im Handwerk bald ein knappes Gut. „Nicht nur, weil die geburtenstarken Jahrgänge zurückgehen, sondern weil sich die Summe des Nachwuchses auf die unterschiedlichsten Berufe verteilt und viele Jugendliche auch an die Unis gehen. Entsprechend nimmt die Konkurrenz um qualifizierte Schulabgänger zu“, sagt. Prof. Dr. Lutz Packebusch von der Hochschule Niederrhein. Die Folge wird früher oder später ein eklatanter Fachkräftemangel sein.

Was kann ein Betrieb tun, damit erfahrene Mitarbeiter länger gesund bleiben? Und was kann er unternehmen, damit sie sich enger an die Firma binden? Thomas van de Weyer beispielsweise achtet darauf, dass die Mitarbeiter richtig tragen und heben, dass sie bei der Arbeit immer ihre Lärmschutzkappen aufsetzen und für schwere Gegenstände hat er einen Gabelstapler und einen Kran angeschafft. Nicht nur, um die Sicherheitsvorkehrungen und die Auflagen der Berufsgenossenschaft einzuhalten, sondern damit die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und viele Jahre im Betrieb bleiben.

„Nach zehn Jahren fängt es doch erst an, richtig Spaß zu machen. Dann wissen die Leute bestens Bescheid, wissen, welche Qualität wir unseren Kunden bieten wollen.“ Selbst wenn ein älterer Geselle mal krank ist: „Dessen Erfahrung und Arbeitseinstellung wiegt doch mehr als ein Krankheitstag.“

Viele Ältere gehen mit der Einstellung zur Arbeit „ich klotze jetzt rein bis 55 und mit der Rente beginnt dann das richtige Leben“, sagt Stephanie Wöste von der Zukunftswerkstatt der Handwerkskammer Hamburg. Werden sie gefördert, können sie auch im Job auf ihre Gesundheit achten, dann könnte sich diese Einstellung wandeln in „ich möchte lange fit sein und lange gebraucht werden“.

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