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Erfolg mit der "reiferen Belegschaft" Die Alten sichern die Zukunft des Betriebes

Sie haben einen enormen Erfahrungsschatz, sind belastbarer als man denkt und können gut mit Kunden umgehen. Kleine Betriebe sollten alles daran setzen, ältere Mitarbeiter lange im Unternehmen zu halten. Denn ausscheidende Fachkräfte durch qualifizierten Nachwuchs zu ersetzen wird immer schwieriger.
  • Kirsten Flatt

HB DÜSSELDORF. Der Beruf ist sein Leben. Seit 34 Jahren arbeitet Bernd Heinz Kunath in der Kunstschmiede von Thomas van de Weyer. In diesem Jahr wird er 51 Jahre alt. „Mozart“, wie er wegen seines grauen Schopfes von den Kollegen nur genannt wird, ist schon länger im Unternehmen als der Firmenchef selbst, der 1983 in den väterlichen Betrieb einstieg.

„Mozart ist belastbarer als mancher junge Hüpfer. Und er ist am wenigsten krank von allen“, sagt Thomas van de Weyer. Und das liegt nicht nur daran, dass der Kunstschmied jeden Tag die 14 Kilometer zur Arbeit in die niederrheinische Gemeinde Brüggen mit dem Fahrrad fährt. Thomas van de Weyer weiß, was er an seinen langjährigen Mitarbeitern hat, und er setzt alles daran, gute Leute möglichst lange zu halten. „Schließlich sind die Mitarbeiter das Kapital im Handwerk.“

Der Blick auf die Alterspyramide gibt Anlass umzudenken. Bereits in 20 Jahren werden die Belegschaften im Durchschnitt zehn Jahre älter sein als heute. „Wir können es uns nicht mehr leisten, Ältere im Arbeitsleben zu stigmatisieren. Die Vorstellung, Belegschaften ließen sich aus lauter Dreißigjährigen zusammen setzen, ist Unsinn und geht schon in naher Zukunft völlig an der Realität vorbei“, sagt Harald Schartau (SPD). Der Wirtschafts- und Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen ist selbst im vergangenen Jahr 50 geworden. In einem anderen Job wäre er vielleicht in Frührente oder hätte umgesattelt.

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