Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ersatz durch andere Versicherungen Hohe Beiträge trotz sinkender Unfallzahlen

Seite 2 von 3:

Ein „längst überfälliger Schritt“ urteilt der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in seinem Positionspapier zur Reform der gesetzlichen Unfallversicherung und fordert weitere Fusionen. „Mini-BGen wie etwa die See- oder Zucker-BG, beide mit weniger als 50 000 Beschäftigten, sind ein Anachronismus und sollten sich anderen BG anschließen", nennt Holger Wenzel, Hauptgeschäftsführer des HDE, zwei Beispiele. Und die Einzelhandelsvertreter haben noch weitere Bereiche ausgemacht, in denen sich Kosten einsparen ließen.

So schlägt der Verband vor, Wegeunfälle von Arbeitnehmern künftig durch die gesetzliche Kranken-, die Kfz- oder private Unfallversicherung abdecken zu lassen. Denn rund 1,4 Milliarden Euro haben die gewerblichen Berufsgenossenschaften dafür allein im Jahr 2002 ausgegeben. „Das Risiko, einen Wegeunfall zu erleiden, liegt nach allgemeiner gesellschaftlicher Übereinkunft in der persönlichen Sphäre des Arbeitnehmers“, argumentiert Wenzel. Da hier weder die Präventionsmaßnahmen der Berufsgenossenschaften, noch das gute Zureden des Arbeitgeber greifen, schlussfolgert er: „In der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Wegeunfälle fehl am Platz und erhöhen die Personalzusatzkosten ungerechtfertigt und in ganz erheblicher Weise.“

Gleiches gilt für die Schwarzarbeit. So geben die Bau-Berufsgenossenschaften – groben Schätzungen zufolge – jährlich rund 50 Mill. Euro für die Versorgung von Beschäftigten aus, die sich bei ihrem illegalen Tun verletzen. Entsprechend begrüßt es der Bayerische Handwerkstag (BHT), dass die Bundesregierung in ihrem Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der Schwarzarbeit die Problematik aufgreift. Zufrieden ist BHT-Präsident Heinrich Traublinger dennoch nicht. Für ihn wäre es konsequent gewesen, den Schwarzarbeitern generell die Leistungen der Berufsgenossenschaften zu verweigern.

Handelsblatt Zukunft Mittelstand Newsletter
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen