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EU-Studie Deutsch ist bei Exporteuren Pflicht

Ohne Englischkenntnisse geht in der Geschäftswelt kaum noch etwas. Wer international erfolgreich sein will, kommt mit Deutsch allein kaum weiter. Allerdings gibt es eine Ausnahme. Einer EU-Studie zufolge gelten in der Exportbranche besondere Regeln.

HB BRÜSSEL. Deutsch ist demnach für Exporteure in Europa die zweitwichtigste Sprache. Von 2000 kleinen und mittleren Unternehmen haben demnach 17,84 Prozent angegeben, für ihre Ausfuhren in den kommenden drei Jahren deutsche Sprachkenntnisse zu benötigen.

„Wir werden den Unternehmen helfen, mehrsprachig zu werden und neue Märkte zu erschließen“, sagte der EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, bei der Vorstellung der Untersuchung. Die Studie des Britischen Sprachenzentrums im Auftrag der EU-Kommission sieht für Exporteure aus kleinen und mittleren Unternehmen das Englische mit 25,84 Prozent an Platz eins. Dann folgt Deutsch vor Französisch (13,19 Prozent), Russisch (11,74 Prozent), Spanisch (6,55 Prozent), Italienisch (4,65 Prozent) und Chinesisch (4,12 Prozent). Elf Prozent der Firmen hätten schon Aufträge mangels Sprachkenntnissen verloren.

Auch dem Einzelnen böten Sprachkenntnisse handfeste Vorteile: „Wer Fremdsprachen kennt, kann bessere Arbeitsplätze bekommen und mehr Verantwortung übernehmen“, sagte Orban. Europa müsse seine vielen Sprachen als Chance verstehen: „Ich denke, dass es politisch nicht akzeptabel ist, von den Bürgern zu verlangen, nur Englisch oder eine andere gemeinsame Sprache zu sprechen.“ Deshalb würden Dokumente der EU in alle 23 Amtssprachen übersetzt. Das koste jährlich eine Milliarde Euro oder gut zwei Euro pro Bürger.

Der Kommissar kritisierte die Absicht der britischen Regierung, an englischen und walisischen Schulen künftig mehr Chinesisch und Urdu zu unterrichten, was Deutsch und Französisch weiter zurückdrängen würde. „Als Kommissar für Mehrsprachigkeit wäre es mir natürlich schon lieber, wenn europäische Sprachen unterrichtet würden“, sagte der Rumäne. Brüssel könne den EU-Staaten in Schulfragen aber keine Vorschriften machen.

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