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Ex-Nationalfußballspieler Philipp Lahms Sportsalbenhersteller Sixtus steht vor dem Aus

Der frühere Fußball-Profi musste 20 Mitarbeitern kündigen – zwei bleiben wohl nur noch übrig. Dennoch will Lahm den Sportsalbenhersteller nicht aufgeben.
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Das Unternehmen des früheren Nationalspielers Philipp Lahm steht vor dem Aus. Quelle: Sixtus
Werbung des Sportsalbenherstellers

Das Unternehmen des früheren Nationalspielers Philipp Lahm steht vor dem Aus.

(Foto: Sixtus)

Düsseldorf Philipp Lahm ist Erfolg gewöhnt. In seiner ersten Karriere, in der als Fußballer, zählte er zu den besten Spielern der Welt. Mit seinem Verein, dem FC Bayern München, gewann er achtmal die Deutsche Meisterschaft, 2013 die Champions League. Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft wurde er 2014 Weltmeister. Mehr geht nicht. Lahm galt stets als Vorzeige-Profi, als einer, der an Zuverlässigkeit kaum zu überbieten war.

In seiner zweiten Karriere, in der als Unternehmer, läuft es dagegen nicht ganz so rund. Da muss der 35-Jährige mehr kämpfen, er muss viel Geduld aufbringen – und auch Niederlagen einstecken.

So steht der traditionsreiche Sportsalbenhersteller Sixtus, 1972 offizieller Ausrüster der Olympischen Spiele in München, vor dem Aus. Bei dem Unternehmen, gegründet 1931 in Schliersee, ist Lahm mittlerweile alleiniger Gesellschafter.

2018 machte das Unternehmen nicht einmal mehr vier Millionen Euro Umsatz. Die Firma, die Fußsprays, Duschgel und Massageöle herstellt, reagierte daraufhin mit Stellenabbau, einer Veränderung des Sortiments, zudem soll die Zentrale Ende dieses Jahres umziehen.

Die Mitarbeiter klagen vor Gericht gegen ihre Entlassung. Das berichtete der „Münchener Merkur“. Von einst 31 Beschäftigten bleiben demnach nur noch zwei übrig – 20 hatte Sixtus gekündigt, der Rest ging in den Ruhestand oder kündigte selbst. Der Außendienst wird eingestellt, die Produkte sollen von Drittunternehmen hergestellt werden.

Und Lahm? „Ich habe großes Verständnis für den Unmut der Mitarbeiter, aber ich stelle mich der Verantwortung“, sagte er jetzt dem Handelsblatt. Und ergänzte: „Mit der Marke Sixtus wird es weitergehen. Die Zahlen sind seit vielen Jahren nicht gut, und damit das Unternehmen zukünftig wirtschaftlich arbeiten kann, müssen wir das Geschäftsmodell verändern. Und das werden wir auch tun.“ Wie genau er Sixtus in die Zukunft führen will, wollte er allerdings nicht genauer beschreiben.

Der große Erfolg, den Lahm als Sportler gewöhnt war, der fehlt ihm als Unternehmer noch. Bei seinen verschiedenen Investments hatte sich der einstige Profisportler erhofft, dass die Popularität der Marken – und damit ihr Umsatz – schneller steigt, wenn er mit seinem Gesicht dafür wirbt.

Doch das sei harte Arbeit, sagte er im vergangenen Jahr im Gespräch mit dem Handelsblatt. Es klang ein bisschen so, als habe er da mehr erwartet. Der Naturkosthersteller Schneekoppe ist da so ein Beispiel, aber auch die Fanplattform Fanmiles.

Dabei will Lahm „etwas in Bewegung setzen“, etwas schaffen. Er interessiert sich für die Themen Gesundheit, Ernährung, Ökologie.

Lahm, der selbst kein BWL-Studium absolviert hat, hat Fachleute eingestellt, Experten, die ihm mit Detailwissen in Sachen Digitalisierung, Marketing und Unternehmensentwicklung zur Seite stehen. Dass Aldi seit Anfang Mai seine Schneekoppe-Produkte verkauft, ist zumindest mal ein Anfang.

Und: Ein bisschen Zeit hat Lahm auch noch. Den Titel als Fußball-Weltmeister gewann er auch erst am Ende seiner Karriere.

Mehr: Die WM-Leistung der deutschen Nationalelf war desaströs. Im Interview spricht Ex-Nationalspieler Philipp Lahm über die Aufarbeitung der Fußball-WM, seine Rolle beim DFB und seine Investments.

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