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Familienunternehmen Haniel verbucht Umsatzrückgang und rechnet mit schlechterem Jahr als 2018

Die Halbjahreszahlen offenbaren deutliche Umsatzrückgänge. Der neue Haniel-Chef startet ein Kostensenkungsprogramm, das zunächst erneut Geld kostet.
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Thomas Schmidt (links) hat am 1. Juli den Chefposten von Stephan Gemkow übernommen. Quelle: Dominik Asbach / Haniel
Haniel

Thomas Schmidt (links) hat am 1. Juli den Chefposten von Stephan Gemkow übernommen.

(Foto: Dominik Asbach / Haniel )

Düsseldorf Der Haniel-Konzern hat im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 2,3 Milliarden Euro verbucht. Rechnet man Währungs- und Akquisitionseffekte heraus, lag das Minus sogar bei sieben Prozent. Unterm Strich sank das operative Ergebnis (Ebita) um 16 Prozent auf 132 Millionen Euro. Das Ebit sank sogar um mehr als 18 Prozent auf 103 Millionen Euro.

Seit dem 1. Juli steht Thomas Schmidt an der Spitze des Haniel-Vorstands. Die meisten Zahlen fallen also noch in die Amtszeit seines Vorgängers Stephan Gemkow.

Wie schon häufiger in der Vergangenheit zeigen sich konjunkturelle Bremsspuren besonders früh und nun auch deutlich im frühzyklischen Geschäft des Edelstahlschrottrecyclers ELG. Der Umsatz dieser Sparte sank um 16 Prozent auf 833 Millionen Euro, das Ergebnis sogar um 83 Prozent auf vier Millionen Euro.

Auch beim Verpackungsmaschinenhersteller Rovema und beim Fischverarbeitungsunternehmen Optimar sanken die Umsätze um 15 beziehungsweise 13 Prozent. Der Geschäftsbereich CWS, ein Spezialist für Arbeitskleidung und Waschraumhygiene, der in der Zukunftsstrategie eine besondere Rolle einnimmt, wuchs mit gerade einmal drei Prozent deutlich schwächer als erwartet.

Schmidt selbst führte CWS bislang, verpasste dem Unternehmen einen neuen Auftritt und eine Wachstumsstrategie. Eine seiner ersten Amtshandlungen als Haniel-Chef war die Verkündung der Komplettübernahme von CWS, zuvor hatte Haniel etwas mehr als 80 Prozent der Anteile gehalten.

Die 50-Prozent-Beteiligung an dem Versender für Geschäftsausstattungen TAKKT entwickelte sich im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus von sieben Prozent und einem Plus von fünf Prozent beim Ergebnis am besten.

Unzufrieden ist Haniel nach wie vor mit dem schlechten Beteiligungsergebnis der beiden Finanzbeteiligungen Ceconomy und Metro. Der Haniel-Vorstand hatte bereits im vergangenen Jahr 7,3 Prozent der Stammaktien an den tschechischen Investor Daniel Kretinsky veräußert, der eine Komplettübernahme der Metro plante. Der Investor verfügt weiterhin über eine Kaufoption für die noch bei Haniel verbliebenen 15,2 Prozent an der Metro. Haniel hatte sie für 16 Euro je Aktie Kretinsky angedient.

Sein Übernahmeangebot an alle Metro-Aktionäre aber scheiterte Anfang August, so dass die Metro-Anteile noch immer bei Haniel liegen und das Ergebnis belasten – im ersten Halbjahr 2019 mit einem Minus von 62 Millionen Euro. Auch für Ceconomy steht ein Minus von fünf Millionen Euro im Beteiligungsergebnis von insgesamt minus 67 Millionen Euro.

Haniel rechnet aber damit, dass das Beteiligungsergebnis im zweiten Halbjahr deutlich höher ausfallen wird. Auch das Ergebnis vor Steuern werde daher im Jahr 2019 höher ausfallen, während Haniel mit einem „operativen Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau“ rechnet.

Mehr: Der frühere Lufthansa-Manager Stephan Gemkow führte das Familienunternehmen aus der schwersten Krise. Den Kulturwandel und die Vorwärtsstrategie verfolgt nun sein Nachfolger.

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