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Familienunternehmen Hüffermann Wenn der Berater selbst einsteigt

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2002 kam dann die nächste Konjunkturdelle: Hüffermann musste von über 300 Leuten etwa 50 entlassen. Das Unternehmen brauchte eine Umstrukturierung, Helfer wurde Bernhard Becker mit seiner Comes-Unternehmensberatung aus Hamburg. Die Entsorgungstechnik, so die Analyse, ist nur lebensfähig in international vernetzten Strukturen. Die hatte Hüffermann nicht. Sie zu schaffen, wäre eine Nummer zu groß gewesen. Konsequenz: Hüffermann verkaufte den Bereich an die Firma Otto Entsorgungssysteme, konzentrierte sich auf den Standort Neustadt und die Anhängerfertigung mit 70 Mitarbeitern.

Dieses Kerngeschäft lief gut, 2005 kam dann die beschriebene Betriebsversammlung. Rolf Hüffermann hatte sich im Jahr zuvor aus der Geschäftsführung zurückgezogen, Berater Becker hatte so viel Gefallen an dem Unternehmen gefunden, dass er sogar miteingestiegen war: Als Mitgesellschafter und Geschäftsführer.

Seit April leitet nun Stephan von Schwander operativ die Geschicke bei Hüffermann. Von der Option mit der verkürzten Arbeitszeit musste er bisher keinen Gebrauch machen. Das Geschäft ist zwar eingebrochen, aber die Belegschaft konnte bleiben - dank Kurzarbeitergeld.

Und die Zukunft? Spezialisierung ist von Schwenders Devise: "Wir sind führend bei Ladungssicherung. Und wir wollen bald auch Chassis für Güterwaggons herstellen." Zudem steigerte Hüffermann die Exportquote in nur zwei Jahren von sieben auf 40 Prozent. "Die Krise trifft nicht alle Länder gleichzeitig. Mit einer höheren Exportquote sind wir deshalb auch gleichmäßiger ausgelastet."

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