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Adoptionsstreit Kaffee-Unternehmer Darboven zieht mit Adoption von Andreas Jacobs den Zorn seines Sohnes auf sich

Der Kaffee-Unternehmer Albert Darboven hat angekündigt, Andreas Jacobs zu adoptieren. Darbovens Sohn Arthur kritisiert das scharf.
22.08.2018 Update: 22.08.2018 - 17:17 Uhr Kommentieren
Das Familienunternehmen Darboven gehört noch zu 57,5 Prozent dem Firmenchef. Quelle: dpa
Albert Darboven

Das Familienunternehmen Darboven gehört noch zu 57,5 Prozent dem Firmenchef.

(Foto: dpa)

Hamburg Der Sohn des Hamburger Kaffee-Unternehmers Albert Darboven, Arthur, hat nach eigenen Angaben Einspruch gegen die von seinem Vater angekündigte Adoption von Andreas Jacobs eingelegt. „Es handelt sich um eine Adoption aus rein wirtschaftlichen Gründen, was unabhängig von den konkreten Personen für mich schon mehr als zweifelhaft ist“, sagte er dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Eine Adoption dürfe nach dem Gesetz dann nicht ausgesprochen werden, wenn diese „überwiegenden Interessen der Kinder“ entgegenstehe.

Meine Vettern, Arndt und Behrendt Darboven, meine Tante Helga Darboven und ich sind in tiefer Sorge um das Unternehmen J.J. Darboven“, sagte Arthur Darboven dem Handelsblatt. „Es ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, dass Albert Darboven, unser Vater beziehungsweise Onkel, die Führung des Familienunternehmens an Dr. Andreas Jacobs übertragen will.“

Albert Darboven wolle sich nicht dazu äußern, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch. Darboven hatte zuletzt betont, die geplante Adoption des Unternehmers Jacobs sei eine rein familiäre Angelegenheit. Das Verfahren sei beim Familiengericht Blankenese anhängig, bestätigte ein Gerichtssprecher am Mittwoch in Hamburg. Eine Annahme eines Kindes bedürfe grundsätzlich eines gerichtlichen Beschlusses. Eine positive Entscheidung des Amtsgerichts sei nicht anfechtbar.

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    Arthur Darboven sagte, er habe viele Jahre selbst in dem Unternehmen mitgearbeitet und eigene Akzente gesetzt. Doch statt diese Erfolge zu berücksichtigen, sei nicht nur der Kontakt zu seinem Vater abgebrochen, sondern er sei sogar aus der Unternehmenschronik getilgt worden.

    „In der Chronik auf unserer Homepage tauche ich nicht mehr auf. Vor ein paar Jahren war ich noch drin, jetzt gibt es mich dort nicht mehr. Dabei ist J.J. Darboven auch ein Teil meines Lebenswerks“, sagte der 54-Jährige. „Wenn Herr Jacobs Chef und Mehrheitsgesellschafter von Darboven würde, wäre das für uns mehr als ein Affront.“ Es tue weh zuzusehen, wie jemand adoptiert werde, um den eigenen Sohn zu verhindern. „Uns Darbovens liegt der Kaffee im Blut, was wir bei Dr. Jacobs bezweifeln müssen“, sagte Darboven dem Handelsblatt. „Wir verstehen auch nicht, dass er sich tatsächlich adoptieren lassen will.“

    Zugleich betonte er seine Bereitschaft, mit dem 82 Jahre alten Vater eine gütliche Einigung zu finden. „Er ist der Chef der Firma, und wenn er weitermacht, bis er 100 Jahre alt ist, soll er das bitte tun. Wir wollen lediglich mit meinem Vater reden und die Zukunft gemeinsam gestalten“, so Darboven, der sich zuvor schon gemeinsam mit seinen Cousins und seiner Tante in einem offenen Brief an seinen Vater gewandt hatte.

    Die Statuten des Familienunternehmens, das noch zu 57,5 Prozent Albert Darboven gehört, sehen vor, dass nur ein Mitglied der Familie die Firmenleitung übernehmen darf. 42,5 Prozent der Anteile halten eigenen Angaben zufolge Arthur Darboven, seine Cousins und eine Tante. Jacobs stammt aus der Bremer Kaffeedynastie Jacobs, die sich aber schon vor vielen Jahren aus dem Kaffeegeschäft zurückgezogen hat.

    Mit Material von dpa

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