Alexander Ferch 123-Gold-Gründer kommt beim Kitesurfen ums Leben

Fast unbemerkt hat sich der Online-Juwelier Alexander Ferch zum Marktführer bei Trauringen hochgearbeitet. Bei einem Unfall ist der „Herr der Ringe“ ums Leben gekommen.
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Alexander Ferch: 123-Gold-Gründer kommt beim Kitesurfen ums Leben Quelle: Alexander Ferch
Alexander Ferch

Er hatte Erfolg mit einem Online-Shop für Trauringe.

(Foto: Alexander Ferch)

DüsseldorfSein Unternehmen kennt hierzulande fast jeder, nicht zuletzt der simple Firmenname bleibt im Gedächtnis hängen – der Online-Juwelier „123gold.de“ gehört zu den deutschen Erfolgsgeschichten des Internethandels.

Persönlich dagegen hat Gründer Alexander Ferch die Öffentlichkeit konsequent gemieden. Keine Interviews, keine PR-Auftritte, keine Schlagezeilen in der Boulevardpresse. Erst sein tragischer Tod wirft ein Schlaglicht auf das Leben des 64-Jährigen.

Der Selfmade-Millionär starb am vergangenen Freitag beim Kitesurfen in Andalusien. Laut „Bild“-Zeitung soll ihn eine starke Windböe beim Zusammenpacken des Lenkschirms am Strand von Los Lances in der Nähe von Cadiz in Spanien erfasst haben. Bei der Landung soll er mit dem Kopf aufgeschlagen sein. Die Polizei untersuche den Unfall. Ferch hinterlässt zwei Kinder und drei Enkel.

Im Jahr 2002 hatte Ferch ein kleines Schmuck-Outlet in Friedrichsdorf im Taunus eröffnet – und damit den Grundstein für sein heutiges Unternehmen gelegt. Das Erfolgsgeheimnis? Ein Trauring-Konfigurator, mit dem sich Kunden online ihren Ring individuell gestalten lassen können. Mittlerweile ist auch ein Diamant-Konfigurator hinzu gekommen.

Früh hatte der als charismatisch beschriebene Unternehmer erkannt, dass er mit einem reinen Online-Shop den Durchbruch nicht schaffen würde. Und arbeitete eng mit stationären Juwelieren und Herstellern zusammen. Heute hat das Unternehmen mehr als 70 Vertriebspartner in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden und macht Schätzungen zufolge einen mittleren zweistelligen Millionenumsatz.

123 Gold kommentiert den Tod des Gründers nicht, die Mitarbeiter in der Zentrale im hessischen Bad Homburg aber sind geschockt. Ferchs Geschäftspartnerin Cornelia Kohaupt-Ionita hat die Belegschaft mit einem Schreiben informiert: „Alex hat mit seinen Visionen 123 Gold aufgebaut und zu seinem heutigen Erfolg geführt“, heißt es. „Gemeinsam werden wir das Hinterlassene mit Stolz, Ehre und Erfolg weiterführen.“

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