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Andreas und Marco Biergen Diese Brüder verkaufen Sneaker auf der ganzen Welt

Andreas und Marco Biergen gründeten ihr Unternehmen aus Leidenschaft für Basketball. Nun gehören auch T-Shirts und Hoodies zu ihrem Sortiment.
30.03.2020 - 17:35 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen der Brüder wächst. Quelle: AFEW GmbH
Andreas (links) und Marco Biergen

Das Unternehmen der Brüder wächst.

(Foto: AFEW GmbH)

Düsseldorf Es sieht aus wie bei einem Umzug: An einer Wand lehnen Schrankteile, im Raum stehen Klappstühle und mittendrin ein Kicker-Tisch. Andreas Biergen muss für das Interview auf einen notdürftig hergerichteten Ersatzraum ausweichen. Denn sein Unternehmen Afew wächst und wächst.

„Wir haben inzwischen weltweit Fans, die bei uns einkaufen“, sagt der groß gewachsene 36-jährige Düsseldorfer, der das in der Streetwear-Szene obligatorische Schild-Cappy trägt. Andreas Biergen hat mit seinem Bruder Marco einen Spezialladen und einen Onlineshop für Sneaker aufgebaut.

„Es gibt in Deutschland fünf bis sechs Läden, die wie wir besondere Schuheditionen verkaufen“, beschreibt er die Sonderstellung des Brüderpaares in der deutschen und internationalen Sneaker-Szene. Denn die Kunden kaufen aus aller Welt im Onlineshop der Düsseldorfer ein.

Wegen der Coronakrise spüre er „einen Rückgang im Online-Geschäft vor allem in Italien und in Frankreich“, sagt Biergen. „Aber in Deutschland läuft es noch ganz gut.“ Ihre Boutique in Düsseldorf mussten sie aber schließen.

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    Dabei haben die beiden Brüder sich gerade erst, angetrieben durch den Erfolg bei den Sneakern, in das Textilgeschäft vorgewagt. Sie haben eine kleine Kollektion von T-Shirts, Sweatshirts und Hoodies herausgebracht. „Mit Afew Goods wollen wir nachhaltige Streetwear produzieren“, erklärt er das Konzept.

    Aber die Sneaker bleiben das Herzstück des Unternehmens. Denn sie sind die Leidenschaft von Andreas, der sich um Einkauf und Marketing, sowie Marco, der sich um die Organisation und die Kooperationen mit den Marken kümmert.

    Langjährige Leidenschaft für Sneaker

    Sie haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und eine Firma aufgebaut, die heute 45 Mitarbeiter beschäftigt und 75 Prozent ihres nicht genannten Umsatzes über den eigenen Onlineshop erzielt.

    Manchmal verkaufen sie „von den Sondermodellen 2000 bis 3000 Stück an einem Tag“. Da campieren die Kunden manchmal eine ganze Nacht vor ihrem Laden, um ein paar Schuhe zu kaufen.

    Die Leidenschaft der Brüder für Sneaker reicht weit in die Vergangenheit zurück. Seit ihrer Jugend spielen die Biergens Basketball und wollten unbedingt die Markenschuhe der großen Vorbilder aus den USA tragen. Doch die gab es in Deutschland nicht.

    So begannen sie, die Schuhe zu importieren. „Ich habe den Import von Sneakern viele Jahre neben meinem Job als Groß- und Einzelhandelskaufmann bei einem Malerfachgeschäft mit meinem Bruder nebenher betrieben“, erzählt Andreas Biergen von den Anfängen zur Jahrtausendwende.

    Erst sammelten die beiden die Schuhe, dann versorgten sie Freunde. Schließlich gründeten sie 2004 das Unternehmen Afew und eröffneten 2008 ihren Laden.

    Der Import ausgefallener Sportschuhe reichte ihnen bald nicht mehr. Sie begannen, mit ihrem Know-how über Sneaker und die besonderen Kundenwünsche eigene Kreationen zu entwerfen. So entstanden Sondermodelle mit Marken wie Asics oder Le Coq Sportif.

    Sneaker sind längst als Teil des Outfits im Büro zum Standard geworden. „Nach wie vor sind Sneaker ein ganz wesentlicher Sortimentsbestandteil des Schuhhandels, der in den vergangenen Jahren deutliche Umsatzzuwächse erfuhr“, sagt Siegfried Jacobs, Geschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels. Und der Trend halte an.

    Davon will Afew weiter profitieren. Manche Kunden sind jedoch keine typischen Käufer. „Viele sammeln die Sondermodelle wie Briefmarken. Manche haben 50 bis 200 Schuhe zu Hause“, verrät Biergen, wie er selbst.

    Mehr: Mit Disziplin gegen Corona – So will sich B.Braun aufstellen.

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