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Anlageplattform Raisin gewinnt Goldman Sachs als Investor

Das Finanz-Start-up Raisin – bekannt unter der Marke Weltsparen – bekommt prominente Unterstützung. Die Investmentbank könnte auch ein potenzieller Partner sein.
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Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund (von links) freuen sich über Goldman Sachs als neuen Investor. Quelle: Lukas Schramm für Raisin
Gründer des Fintechs Raisin

Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund (von links) freuen sich über Goldman Sachs als neuen Investor.

(Foto: Lukas Schramm für Raisin)

Kaum ein halbes Jahr ist vergangen, seit Raisin 100 Millionen Euro von internationalen Investoren erhalten hat. Jetzt klingelt bei dem Finanz-Start-up aus Berlin schon wieder die Kasse. Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat 25 Millionen Euro investiert.

Dafür habe die Bank einen „Unternehmensanteil im kleinen einstelligen Prozentbereich“ erhalten, sagt Frank Freund, Co-Gründer und Finanzchef des Fintechs. „Wir brauchen das Geld nicht dringend, aber es verschafft uns mehr Flexibilität“, beschreibt der 35-Jährige seine komfortable Situation.

Gemeinsam mit Tamaz Georgadze, 40, und Michael Stephan, 36, hat Freund die Firma 2013 an den Markt gebracht. Die Ausgangsidee für ihre Plattform, die in Deutschland unter der Marke Weltsparen bekannt ist: Sie verbindet Sparer, die attraktive Zinsen für Fest- und Tagesgeldkonten suchen, und Banken, die im Einlagengeschäft keinen direkten Kundenzugang haben oder im europäischen Ausland sitzen. Mit diesem Geschäftsmodell haben sie schon mehr als 185.000 Kunden erreicht, die über ihre Plattform mehr als 14 Milliarden Euro angelegt haben. Zusätzlich können Anleger seit vergangenem Jahr in Indexfonds (ETFs) investieren.

Nach der neuerlichen Finanzspritze von Goldman hat Raisin nun 195 Millionen Euro von internationalen Geldgebern erhalten – dennoch halten die Gründer, das Managementteam und die Mitarbeiter noch knapp 30 Prozent an der Firma, so Freund. Das meiste Geld kam bisher von den US-Investoren Index Ventures und Ribbit Capital, seit Ende 2017 ist auch der US-Bezahldienst Paypal im Boot. Die Beteiligung von Goldman wertet Freund als „enorme Bestätigung, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“.

Zugleich erhofft er sich von Goldman Unterstützung bei der Expansion in die USA: „Der Name dürfte uns dort einige Türen öffnen.“ Vor wenigen Woche hatte Raisin den Sprung über den Atlantik angekündigt, 2020 soll es losgehen.

Die Raisin-Gründer bringen einige Erfahrung mit. Bevor sie ihr Fintech gründeten, haben die drei einige Jahre bei der Beratung McKinsey gearbeitet. Georgadze stieg dort schon mit 30 zum Partner auf. Beim neuen Investor kommen sie gut an: „Wir freuen uns sehr, das hervorragende Managementteam beim Verfolgen seiner Vision zu unterstützen“, sagt Rana Yared, Geschäftsführerin des Principal Strategic Investment-Teams bei Goldman.

Die Investmentbank nimmt den deutschen Markt gerade stärker in den Blick. Vor Kurzem investierte sie schon in das Fintech Elinvar. Strategische Partnerschaften seien das nicht, sagte eine Sprecherin der Bank. Zur eigenen Onlinebank Marcus gebe es aktuell ebenfalls keine Verbindung. Auch Freund sagt: „Kooperationen sind nicht geplant, aber das kann sich noch ändern.“ Und er geht davon aus, „dass uns mit Goldman eine langfristige Partnerschaft verbinden wird“.

Mehr: Lesen Sie hier, warum in der Fintech-Branche eine Schrumpfkur begonnen hat.

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