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Ariel Rosenfeld Das Ohr an den Maschinen – mit Sensoren zum Erfolg

Der Israeli drängt mit dem Start-up 3DSignals in die deutschen Fabriken. Der erste Kunde ist so begeistert, dass er sich an der Firma beteiligt hat.
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Der Israeli drängt mit dem Start-up 3D-Signals in die deutschen Fabriken.
Ariel Rosenfeld

Der Israeli drängt mit dem Start-up 3D-Signals in die deutschen Fabriken.

Vielen Unternehmern wird nachgesagt, sie hätten einen langen Atem. Dabei sind sie meist nur geduldig und zielstrebig. Bei Ariel Rosenfeld ist es aber wörtlich zu nehmen. Dreimal absolvierte der 46-Jährige den Spartathlon, einen Ultra-Marathon zwischen Sparta und Athen über 246 Kilometer.

Bei seinen Langstreckenläufen habe er viel fürs Geschäft gelernt, sagt der Chef und Gesellschafter des israelischen Start-ups 3DSignals. Einerseits sei ein guter Plan wichtig, andererseits sei es entscheidend, sich nicht durch Unvorhergesehenes vom Weg abbringen zu lassen. Am wichtigsten aber sei es zu träumen.

Sein Traum derzeit: aus 3DSignals einen großen Industriedienstleister zu machen. Dabei ist der Ingenieur dieses Jahr einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Gerade hat der Israeli von Risikokapitalgebern zwölf Millionen Dollar eingesammelt.

Rosenfelds 15-köpfiges Team hat ein System entwickelt, das mit Sensoren Maschinen überwacht. Die Elektronik erkennt anhand von Geräuschen, ob die Geräte stehen, im Leerlauf sind oder gerade ein Werkstück bearbeiten. Die Software zeigt das auf Smartphones, PCs oder Tablets übersichtlich an.

Erster und bislang einziger Kunde ist der Mittelständler Samson aus Frankfurt, ein Unternehmen mit rund 600 Millionen Euro Umsatz und 4400 Mitarbeitern. 100 Maschinen überwacht Geschäftsführer Andreas Widl bislang mit 3DSignals, doch es sollen noch viel mehr werden.

Der Manager ist begeistert von der Technik: „Das System ist einfach und schnell zu installieren und bietet wertvolle Informationen.“ Mithilfe von 3DSignals habe er erkannt, dass es bei Weitem nicht immer technische Gründe seien, warum eine Maschine nicht laufe. Es könne auch etwas mit falschen Schichtplänen zu tun haben oder mit krankheitsbedingten Ausfällen. Durch eine bessere Auslastung habe er die Kosten inzwischen um ein Fünftel gesenkt.

Widl findet 3DSignals so zukunftsträchtig, dass sich Samson an der vier Jahre alten Firma beteiligt hat. Mehr noch: Der Münchener berät Rosenfeld und versucht, die Türen zur produzierenden Industrie in Deutschland zu öffnen.

Denn das ist das größte Problem von Rosenfeld: „Wir müssen erst einmal bekannt werden.“ Fast jede Woche jettet der Unternehmer momentan von Tel Aviv nach Frankfurt oder München, um sich mit Interessenten zu treffen. Wer mag, darf sich in den Fabrikhallen von Samson umsehen. Deutschland steht ganz oben auf seiner Agenda, weil es die Heimat des produzierenden Gewerbes in Europa sei, sagt Rosenfeld.

Über allem stehe der Gedanke, es den Nutzern so einfach wie möglich zu machen. Das Prinzip des „Plug & Play“ aus der Unterhaltungselektronik, also einstecken und loslegen, stehe über allem, meint Rosenfeld: „Es muss einfach sein.“ In einer Stunde lasse sich jede Maschine anschließen.

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