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Auf den Spuren des Vaters Herbert Leopold Kloiber steigt ins Filmgeschäft ein

Kloiber gründet mit der Night Train Media seine erste eigene Serienproduktion in München. Er ist der Sohn eines legendären Medienunternehmers.
21.02.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Nun hat auch der Sohn seine eigene Produktionsfirma gegründet.
Herbert L. Kloiber neben seinem Vater

Nun hat auch der Sohn seine eigene Produktionsfirma gegründet.

Wien Pünktlich zur Berlinale hat Herbert Leopold Kloiber seine erste eigene Film- und Fernsehproduktionsfirma gegründet. Sein neues Unternehmen Night Train Media mit Sitz in München wird vor allem deutsch- und englischsprachige Serien für den europäischen Fernsehmarkt entwickeln und produzieren.

Sieben Jahre zuvor sammelte der 43-Jährige schon erste Erfahrungen im Filmgeschäft bei der Tele-München-Gruppe, dem Unternehmen seines Vaters Herbert G. Kloiber. Zuletzt führte er als Geschäftsführer den weltweiten Lizenzhandel und die internationalen Co-Produktionen.

Nur vier Monate nachdem sein Vater das Familienunternehmen an den amerikanischen Finanzinvestor KKR verkaufte, verließ auch der Sohn im August 2019 die Firma. „Ich habe nach meinem Ausscheiden im Sommer branchenübergreifende Gespräche geführt. Doch ich habe mich entschieden, die Filmproduktion und den Vertrieb fortzuführen. Diese beiden Bereiche haben mir schon bei der Tele-München-Gruppe den größten Spaß gemacht“, sagte der frischgebackene Unternehmer dem Handelsblatt.

„Ich will wendig und opportunistisch sein. Das habe ich von meinem Vater lernen können.“ Herbert L. Kloiber will nach eigener Aussage drei bis fünf Serien- und Filmprojekte pro Jahr realisieren. Dabei sieht er sich nach seinen vielfältigen Erfahrungen in Produktion und Vertrieb zwischen 2012 und 2019 für seine neue unternehmerische Herausforderung gut gerüstet.

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    Er war Executive Producer von Serienprojekten wie „Der Name der Rose“, „Professionals“, „Hidden“ und „Himmelstal“. Welche Serien und Filme er künftig produzieren wird, darüber schweigt Kloiber noch. Die ersten konkreten Projekte möchte er auf der Film- und Fernsehmesse MIP in Cannes im April vorstellen.

    Mit schwedischem Partner

    Kloiber will mit seinem Unternehmen innerhalb von drei Jahren profitabel werden. Ob er auf Dauer Alleineigentümer bleiben wird, ist dabei völlig offen. „Es gibt Interesse von Investoren einzusteigen“, sagt der in München lebende Unternehmer.

    Als Partner hat sich Kloiber die skandinavische Mediengruppe Nent an Bord geholt. Gemeinsam mit den Schweden will er mehrere Filme und Serien entwickeln und produzieren. Nent soll dafür die exklusiven Vertriebsrechte in den nordischen Staaten erhalten. „Mit der Nent-Gruppe habe ich bereits in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet. Es besteht ein Vertrauensverhältnis“, schwärmt er über seinen Partner.  

    Sein 72-jähriger Vater hat sich nach dem Verkauf seiner Tele-München-Gruppe im Februar 2019 zurückgezogen. „Ich halte mich fern und habe nicht das Verlangen, nochmals neu anzufangen“, sagte er dem Handelsblatt.

    Zur Tele-München-Gruppe gehörten etwa Beteiligungen an den Privatsendern RTL 2 und Tele 5, der Filmverleih Concorde und die Mehrheitsbeteiligung an der börsennotierten Odeon Film. Das Unternehmen hatte zuletzt einen konsolidierten Umsatz von 250 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von rund 32 Millionen Euro erzielt.

    Für Herbert L. Kloiber stellt die erste eigene Firma, die er zum fünften Geburtstag seiner Tochter gegründet hat, eine unternehmerische Bewährungsprobe dar. Eigentlich wurde damit gerechnet, dass der Sohn das Familienunternehmen in zweiter Generation übernehmen wird.

    Doch sein Vater entschied sich lieber dafür zu verkaufen. Er war 43 Jahre als Unternehmer aktiv. Über Jahrzehnte zählte er zu den Großen und Mächtigen auf Film-Messen wie in Berlin und Cannes. Heute ist er Vizepräsident des Wiener Musikvereins und im Beirat des Cleveland Orchestra.

    Mehr: Herbert Kloiber verabschiedet sich mit dem Deal seines Lebens.

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