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Matthias von Krauland, CEO von Eisenmann

Die Firma bleibt 100 Prozent in Familienbesitz.

(Foto: Eisenmann SE)

Autozulieferer Eisenmann Baden-Württembergisches Familienunternehmen umgeht Übernahme durch chinesischen Investor

Im Sommer 2017 sollte der Anlagenbauer Eisenmann an chinesische Investoren verkauft werden. Warum der Deal letztlich platzte.
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Wenn chinesische Investoren bei deutschen Familienunternehmen an die Tür klopfen, herrscht bei Angestellten und Lokalpolitikern oft höchste Alarmbereitschaft: Was passiert mit den Arbeitsplätzen und Standorten? Was mit dem Know-how? Was mit der Führungsmannschaft?

Zumindest beim Anlagenbauer Eisenmann im baden-württembergischen Böblingen sind diese Sorgen jetzt verflogen. Vorstandssprecher Matthias von Krauland muss sich um seinen Arbeitsplatz nicht mehr sorgen – ebenso wenig wie seine rund 3200 Mitarbeiter. Noch im vergangenen Sommer stand das Unternehmen im Gespräch für einen Verkauf an chinesische Investoren. Doch offenbar wurden diese Gespräche bereits im Herbst 2017 ohne Ergebnis beendet.

Das berichtete die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Dienstag. Eine Eisenmann-Sprecherin bestätigte den Bericht gegenüber dem Handelsblatt: „Eisenmann ist zu 100 Prozent in Familienbesitz. Dies wird auch in Zukunft so bleiben.“ So garantiere Eisenmann seine Unabhängigkeit als Familienunternehmen.

Der „FAZ“ zufolge waren sich die Käufer mit den Eigentümern uneins darüber, wie viel das Unternehmen wirklich wert ist. So habe der Verkäufer, das Unternehmen, das von der UBS beraten wurde, eine Milliarde Euro erlösen wollen – während ein realistischer Verkaufspreis nach Informationen aus Finanzkreisen zwischen 500 und 700 Millionen Euro gelegen hätte. Das Unternehmen Eisenmann beliefert Autohersteller mit Lackieranlagen und erzielte 2016 einen Jahresumsatz von 862 Millionen Euro.

Zu den Kunden des Konzerns zählen beispielsweise der italienische Luxus-Hersteller Lamborghini oder der kalifornische Elektro-Autobauer Tesla. Inhaber des 1952 gegründeten Unternehmens ist der Schweizer Unternehmer Peter Eisenmann, der gleichzeitig auch der Schwiegervater von Vorstandssprecher von Krauland ist.

Neben dem Kerngeschäft betätigen sich die Böblinger auch auf den Feldern Oberflächentechnik, Umwelttechnik, Thermoprozesstechnik sowie Materialfluss-Automation. Im April eröffnete der Konzern eine Niederlassung in Japan. Weltweit betreibt Eisenmann damit 26 Standorte in 15 Ländern – darunter auch einen in China.

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