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Bagger-Hersteller Mehrheitseigner von Wacker Neuson verkaufen millionenschweres Aktienpaket

Durch die Veräußerung fällt der Anteil des Familienkonsortiums an dem Bager-Hersteller auf 58 Prozent. An Abschied denken die Aktionäre aber nicht.
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Für das Familienunternehmen läuft es derzeit rund. Quelle: Wacker Neuson
Eine Baumaschine des Herstellers Wacker Neuson

Für das Familienunternehmen läuft es derzeit rund.

(Foto: Wacker Neuson)

München Die Großaktionäre des Münchener Baumaschinenproduzenten Wacker Neuson haben Anteile zu Geld gemacht: In der Nacht zu Donnerstag hätten Mitglieder der beiden Familien Wacker und Neunteufel Papiere im Wert von 76 Millionen Euro an institutionelle Anleger verkauft, teilte das börsennotierte Unternehmen mit.

Das sei allerdings kein Abschied von Wacker Neuson, hieß es. Der Anteil des Familienkonsortiums ist damit zwar von 63 auf 58 Prozent gefallen. Die Familien aus München und Linz fühlten sich dem Unternehmen aber verbunden und wollten ihre Beteiligung langfristig nicht unter 50 Prozent abschmelzen lassen.

Familienmitglieder spielen in dem 1848 gegründeten Unternehmen operativ keine führende Rolle. Beide Seiten besetzen aber je zwei Plätze im sechsköpfigen Aufsichtsrat. Neuson-Gründer Hans Neunteufel ist Chef des Gremiums, Ralph Wacker Mitglied.

Die Investoren haben für die 3,8 Millionen Aktien je 20 Euro bezahlt und damit knapp fünf Prozent weniger als der Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Grund für den Verkauf seien eine Vermögensdiversifizierung beziehungsweise eine vorausplanende Erbfolge gewesen.

Das Management des im SDax notierten Unternehmens begrüßte den Schritt. „Die Erhöhung des Freefloat wird die Sichtbarkeit unserer Gesellschaft am Kapitalmarkt spürbar verbessern“, sagte Vorstandschef Martin Lehner. In seiner heutigen Form ist Wacker Neuson 2007 entstanden: Wacker aus München schloss sich mit Neuson aus Linz zusammen. Die beiden Familien haben ihre Beteiligung seither in einem Konsortium gebündelt.

Momentan läuft es rund bei Wacker Neuson. Lehner erwartet fürs laufende Jahr ein Umsatzplus zwischen sechs und acht Prozent auf gut 1,8 Milliarden Euro. Erklärtes Ziel der „Strategie 2022“ ist es, die Erlöse auf mehr als zwei Milliarden Euro zu steigern. Die Börse nahm den Verkauf des Aktienpakets ungerührt zur Kenntnis, der Kurs bewegte sich am Donnerstag kaum.

Mehr: Auch Baumaschinenhersteller setzen vermehrt auch Elektromobilität. Dennoch geschieht das Umsteuern nur verzögert.

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