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Benjamin Böhme Dieser Gründer wagt den veganen Neustart mit Naturkosmetik

Mehr zufällig kam Benjamin Böhme über seine Eltern zu seinem ökologischen Trendprodukt. Bei den Kunden punktet er auch mit sozialem Engagement.
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Der Gründer packt Pakete, wenn die Tochter schläft. Quelle: HOPERY Benjamin Böhme
Benjamin Böhme

Der Gründer packt Pakete, wenn die Tochter schläft.

(Foto: HOPERY Benjamin Böhme)

München Für Benjamin Böhme ist der Trend zu veganen Produkten eine gewaltige Chance. Im Herbst hat sich der 38-Jährige selbstständig gemacht mit seiner Kosmetikmarke „Hopery“. Unter dem wohlklingenden Namen bietet der Unternehmer jetzt Naturkosmetik an.

Vegan, ohne Palmöl, ohne Chemie und ohne Tierversuche und dazu noch für einen guten Zweck: Für jede Creme oder Seife, die er verkauft, spendet Böhme 20 Cent zur Rettung von Orang-Utans. Zudem fließen zehn Prozent vom Gewinn an wohltätige Projekte.

Das Start-up Hopery ist erst ein paar Monate alt, aber die Geschäftsidee dahinter hatten letztlich schon Böhmes Eltern. Seine Mutter gründete bereits 1987 eine Naturkosmetik-Manufaktur. Schon immer seien die Produkte von „Calendula Nativ“ vegan gewesen, sagt Böhme, der 17 Jahre lang in dem Betrieb mitgearbeitet hat. „Es hat sich dafür nur niemand interessiert.“ Inzwischen aber sei das ein wesentliches Versprechen an die Kunden.

In der Familienfirma hat der Industriekaufmann noch die erste Charge an Bodylotion, Handcreme, Seife und Badeschokolade produziert. Nun aber seien die Eltern in den Ruhestand gegangen, er wickelt die Manufaktur ab und nutzt künftig fremde Lieferanten.

„Give a piece of hope“ steht auf Böhmes Kosmetik, „Gib ein Stück Hoffnung“ also. „Mir geht es darum, eine bessere Welt im Kleinen zu schaffen“, beteuert Böhme.

Die Produkte kommen modern in Pastelltönen daher, mit Düften wie Bambus, Lavendel-Orange und Limette-Grapefruit. Letztlich aber nutze er genau die Rezepte, erläutert Böhme, die schon in der elterlichen Manufaktur erfolgreich gewesen seien, allerdings in anderer Verpackung, mit einer ganz anderen Geschichte – und einer anderen Vorgehensweise. Denn wie so viele Start-ups vertreibt Böhme vor allem über den eigenen Web-Shop.

Die Kunden müssen vergleichsweise tief in die Tasche greifen für Hopery-Produkte. Ein Stück Seife kostet sieben Euro, 50 Milliliter Handcreme kosten acht Euro, und für die Badeschokolade für 24 Bäder dürfen die Konsumenten zwölf Euro hinblättern.

Böhme ist auch ein neuer Typ Unternehmer. Hopery entstand quasi nebenher, weil er sich um seine 19 Monate alte Tochter kümmert, während die Mama einen Einrichtungsladen in Würzburg betreibt. Er verpackt seine Ware, wenn die Kleine schläft. Gemeinsam führen sie mitunter zur Post, erzählt er.

Die Welt im Kleinen verbessern

Zwischen 50.000 und 60.000 Euro will Böhme dieses Jahr mit seiner Kosmetik erwirtschaften. 2020 möchte er dann die Produktpalette ausbauen, er denkt an Gesichtscreme oder Lippenbalsam, es kämen aber auch Raumdüfte infrage. Die Rückmeldungen der Konsumenten seien jedenfalls sehr positiv.

Das bestätigt Susanna Gleixner, Inhaberin des Geschäfts „Die Pampelmuse“ in Würzburg. „Seit Dezember 2018 führen wir Hopery in unserem Laden. Wir waren von Anfang an von dem Konzept des Unternehmens, aber auch von der Qualität dieser Naturkosmetik begeistert, und unsere Kunden sehen das genauso.“

Gleixner gehört zum kleinen Kreis von Ladenbesitzern, die Hopery vor Ort vertreiben. „Die Kunden sind sehr an dem sozialen Engagement interessiert“, sagt Gleixner. Ebenso erfreue die Konsumenten, dass die Inhaltsstoffe natürlich, vegan und tierversuchsfrei seien. Viele hätten schon wiederholt eingekauft.

In großem Stil über Ketten zu verkaufen, das kommt für Böhme erst einmal nicht infrage. Er will die Welt im Kleinen verbessern – erst mal.

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