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Benjamin Otto und Janina Lin Otto Der Otto-Enkel und seine Frau bauen einen Bildungscampus

Benjamin und Janina Lin Otto wollen ein generationsübergreifendes Lernzentrum nahe der Otto-Zentrale errichten. Dafür brauchen sie viel Geld.
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Die beiden treiben soziale Projekte und die Modernisierung des Konzerns voran. Quelle: ddp images
Janina Lin und Benjamin Otto

Die beiden treiben soziale Projekte und die Modernisierung des Konzerns voran.

(Foto: ddp images)

Hamburg, Düsseldorf Benjamin Otto drängt nicht ins Rampenlicht. Beim Aufbau von About You ließ der 44-jährige Sohn von Michael Otto zu, dass Mitgründer Tarek Müller auf den Bühnen der deutschen Digitalkonferenzen zum Kulturwandel-Botschafter der Otto-Gruppe avancierte. Auch im persönlichen Gespräch wählt er eher leise und zurückhaltende Töne.

Doch nun stellt er sich vor ein Projekt, mit dem er und seine Frau Janina Lin Otto sich offenbar voll identifizieren. In drei bis vier Jahren soll ein neues Gebäude in Form einer liegenden Acht ganz in der Nähe der Otto-Zentrale entstehen, mit Dachterrasse soll das Areal rund 20.000 qm umfassen.

Benjamin Otto und seine Frau, die inzwischen einen dreijährigen Sohn haben, wollen einen Bildungscampus errichten, in dem schon kleine Kinder, aber auch Schüler und später Gründer ihre Stärken stärken sollen.

Benjamin Otto will sich mit „eigenen Ideen für eine bessere Welt einbringen“. „Die kann ich gemeinsam mit meiner Frau in Konzepten, die auf das Lernen und Arbeiten der Zukunft und auf die Verbesserung der Gesundheit einzahlen, am besten verwirklichen“, sagt der Gesellschafter des Familienunternehmens, das es mit Amazon und Alibaba aufnehmen muss. Mit 13,4 Milliarden Euro Umsatz und 53.000 Mitarbeitern in 30 Ländern ist Otto Nummer zwei hinter Amazon.

Er muss also einerseits strategisch das Unternehmen nach vorn bringen und will sich zugleich mit dem Campus auch selbst verwirklichen. Das Projekt gehört zur Initiative Learnlife, die in Barcelona gegründet wurde.

„Wir glauben, dass der Blick auf den eigenen Vorteil dem Wunsch, die Gemeinschaft zu stärken, weichen sollte“, sagt Janina Lin Otto, die gemeinsam mit ihrem Mann die Holistic Foundation gegründet hat. Mit dem Fokus auf seine Stiftung folgt Benjamin Otto dem Vorbild seines Vaters, der einen Großteil der Firmenanteile in eine Familienstiftung gegeben hat.

Die sozialen Projekte der Ottos speisen sich aus den Ausschüttungen der renditeschwachen Otto-Gruppe. 90 Millionen Euro flossen nach Angaben eines Sprechers im vergangenen Geschäftsjahr in die Stiftungskasse sowie direkt an Familienmitglieder. Das ist kaum weniger als die angekündigten 100 Millionen Euro Zusatzausgaben für die groß angekündigte Modernisierung von Otto.de, das digitale Kernprojekt des Konzerns.

An anderer Stelle muss sich das Unternehmen das Geld zurückholen – in Form von Bankkrediten und recht hoch verzinsten Anleihen. Eine Folge: Die Nettofinanzverschuldung ist um 9,2 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro gestiegen.

Insgesamt hat die Otto-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr mit 212,8 Millionen Euro sogar so viel Geld an ihre Gesellschafter ausgeschüttet wie seit mindestens neun Jahren nicht. Die Ausschüttungspolitik sei „moderat“, die Gesellschafter achteten stets darauf, dass sie nicht zu viel entnähmen, sagte ein Sprecher.

Mehr: Mit einem anderen Ansatz als die Konkurrenz greift der Versandhändler den E-Scooter-Markt an. Otto will dabei aus der Kritik an den Geräten lernen.

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