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Beteiligung an Fyta Dermapharm-Gründer Beier kauft sich ins Cannabis-Geschäft ein

Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis steigt seit Jahren. Pharma-Unternehmer Wilhelm Beier investiert in die Fyta-Gruppe – und damit in den Boom.
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Mit seiner Dermapharm AG kauft er 20 Prozent der Anteile an der niederländischen Fyta-Gruppe. Quelle: BrauerPhotos / S.Brauer
Wilhelm Beier

Mit seiner Dermapharm AG kauft er 20 Prozent der Anteile an der niederländischen Fyta-Gruppe.

(Foto: BrauerPhotos / S.Brauer)

FrankfurtWilhelm Beier wagt sich in ein ganz neues Geschäftsfeld: Mit seiner Dermapharm AG steigt der Unternehmer bei der niederländischen Fyta-Gruppe ein, einem Produzenten für medizinisches Cannabis. Fyta betreibt in den Niederlanden eine Indooranlage für Cannabis und hat eine Genehmigung für die Produktion von zwölf Tonnen pro Jahr.

Dermapharm sichert sich durch eine 20-Prozent-Beteiligung den Zugriff auf einen Teil der Blüten, die über eine gemeinsame Tochter beider Firmen nach Deutschland importiert werden sollen. Die erste Ernte wird für Juni erwartet.

Dadurch eröffnet sich ein vielversprechender Markt: Seit vor gut zwei Jahren in Deutschland Marihuana für den therapeutischen Einsatz freigegeben wurde, ist die Nachfrage nach Cannabis stark gestiegen. Weltweit soll sich laut Experten in den nächsten Jahren ein Geschäft in zweistelliger Milliardenhöhe entwickeln.

Der 62-jährige Beier führt damit seine Wachstumsstrategie fort. Er baute die 1991 gegründete Dermapharm zu einem Hersteller von patentfreien Arzneimitteln mit rund einer halben Milliarde Umsatz auf. Im Februar 2018 brachte er einen Minderheitsanteil an die Börse. Von dem Erlös in Höhe von 377 Millionen Euro flossen dem Unternehmen 108 Millionen Euro zu.

Beier selbst ist seit 2017 Aufsichtsratschef des Unternehmens. Die Beteiligungsgesellschaft Themis der Familie hält aktuell mehr als 76 Prozent der Anteile. Die Produktpalette des Unternehmens mit Sitz in Grünwald bei München reicht von Mitteln gegen Haarausfall über medizinische Hautcremes bis zu Vitaminen.

In den vergangenen Jahren hat Dermapharm verstärkt zugekauft, unter anderem Produkte von Riemser sowie die Firmen Trommsdorff, Strathmann und Euromed. Analysten der Berenberg Bank schätzen an Dermapharm das nicht zyklische Geschäftsmodell. Vorstandschef Hans-Georg Feldmeier hat für das Geschäftsjahr 2018 Zuwächse von mehr als zwanzig Prozent bei Umsatz und Gewinn in Aussicht gestellt. Endgültige Zahlen gibt es Anfang April.

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