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Beurer-Chef Marco Bühler investiert bei Ovy Vernetzte Gesundheit

Mit Heizkissen fing alles an. Mittlerweile setzt der Chef von Beurer verstärkt auf digitale Medizinprodukte – und steigt nun als Investor beim Start-up Ovy ein, das mit einer App die Familienplanung unterstützen will.
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Beurer investiert in das Gesundheits-Start-up Ovy. Quelle: Pressefoto
Marco Bühler

Beurer investiert in das Gesundheits-Start-up Ovy.

(Foto: Pressefoto)

FrankfurtDen Namen Beurer kennt vielleicht nicht jeder, Produkte des Ulmer Familienunternehmens hatte vermutlich aber schon jeder einmal in der Hand: Fieber- und Blutdruckmessgeräte, Babyphones, Epilierer, Infrarotlampen und Hunderte andere Geräte rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden hat Beurer im Portfolio.

Jetzt investiert das Unternehmen auch in die digitale Kontrolle der Familienplanung: Als strategischer Investor gibt die traditionsreiche Firma einen sechsstelligen Betrag für das Gesundheits-Start-up Ovy. Gemeinsam wollen beide Partner im nächsten Jahr ein Basalthermometer auf den Markt bringen, das in Kombination mit einer entsprechenden App den weiblichen Zyklus auswertet.

Rapide steigende Nutzerzahlen und die führende Positionierung der App hat Beurer-Geschäftsführer Marco Bühler auf Ovy aufmerksam gemacht. Der 48-jährige Diplom-Ingenieur führt die Ulmer Firma, die seine Urgroßeltern 1919 gründeten, mit zwei weiteren Geschäftsführern.

Weil die Planung einer Schwangerschaft für Frauen ein immer größeres Thema werde und speziell junge Frauen mehr auf natürliche Verhütung setzten, sieht der studierte Elektrotechniker in der Kombination von Apps mit neuen Produkttechnologien wie Bluetooth-Thermometern, die automatisch Werte übertragen, ganz neue Möglichkeiten. Überhaupt ist das Thema digitale Verknüpfung von Produkten für Bühler ganz zentral, wie er vergangenes Jahr im Gespräch mit Vertretern des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft betonte.

Rund zehn Prozent des Umsatzes von zuletzt 270 Millionen Euro macht Beurer mit Geräten, die mit Smartphones und/oder dem PC kommunizieren. Blutzuckermessgeräte, Pulssensoren, Diagnosewaagen, auch ein mobiles EKG-Gerät gehören dazu. Insgesamt hat Beurer aber rund 400 bis 500 Produkte im Sortiment, das alle drei Jahre ausgetauscht wird. „Als Mittelständler sind wir schnell“, betont Bühler den Vorteil der rund 900 Mitarbeiter starken Firma gegenüber großen Konzernen.

Vielfach ausgezeichnet

Für seine Innovationskraft hat Beurer schon viele Auszeichnungen erhalten: Dieses Jahr etwa hat sich das Unternehmen mit zehn neu entwickelten Apps beim bundesweiten Digitalpreis der IHKs in der Gesundheitskategorie durchgesetzt. Und das Schlafüberwachungssystem der Firma wurde vergangenes Jahr vom Handelsblatt und der Techniker Krankenkasse mit dem Health-i-Award für innovative Gesundheitslösungen ausgezeichnet.

Einfallsreichtum bewies vor bald 100 Jahren schon Käthe Beurer, als sie nach dem Ersten Weltkrieg gemeinsam mit ihrem Mann Eugen Heizkissen für die damals bitterkalten Schlafzimmer in deutschen Haushalten entwickelte. In den 80ern machte sich das Unternehmen den Wellnesstrend zunutze und expandierte zudem international.

Marco Bühler wiederum baute ab 2004 als geschäftsführender Gesellschafter die Linien der Medizin- und Schönheitsprodukte aus. Als kleiner Player im Wettbewerb mit Marken wie Philips und Braun versucht sich Beurer zu differenzieren, in dem sie Geräten für Schönheit und Körperpflege eine medizinische Anmutung geben – und medizinische Geräte durch gutes Design „beautiful“ machen, wie es Bühler formuliert. Den Fokus aufs Design hat er von der Konkurrenz mitgebracht: Er arbeitete sieben Jahre bei Braun.

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