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Carsharing-Anbieter Oliver Mackprang wird neuer Chef von Miles Mobility

Der 31-Jährige kommt von VWs Fahrdienst Moia und soll die Expansion des Carsharing-Anbieters vorantreiben. Bereits in Kürze will er die Fahrzeugflotte verdoppeln.
24.10.2019 - 09:01 Uhr Kommentieren
Der neue Chef soll die Expansion von Miles vorantreiben. Quelle: PR
Oliver Mackprang

Der neue Chef soll die Expansion von Miles vorantreiben.

(Foto: PR)

Düsseldorf Der Carsharing-Anbieter Miles Mobility hat einen neuen Chef. Am Montag wird Oliver Mackprang, der vorher für den VW-Fahrdienst Moia gearbeitet hat, die Führung des Start-ups übernehmen. Der 31-Jährige ist in der Mobility-Szene kein Unbekannter.

2012 hatte Mackprang den Online-Carsharer Carjump gegründet. Nach einer Zwischenphase bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney geht es für ihn von Moia jetzt zu dem 2017 in Berlin gegründeten Start-up.

Geholt haben ihn die beiden Mitgründer Alexander Eitner und Florian Haus sowie Miles‘ Hauptinvestor Lukasz Gadowski. Alle drei kannten den gebürtigen Kanadier bereits aus seiner Zeit als Gründer von Carjump.

Miles unterscheidet sich von anderen Carsharern auf dem Mobility-Markt durch eine Besonderheit: Statt die Nutzungszeit eines Fahrzeugs abzurechnen, zahlt der Kunde von Miles für die zurückgelegte Strecke, die er innerhalb des Leihzeitraums zurückgelegt hat. Miles verspricht auf diese Weise ein stressfreies Leihen von Fahrzeugen ohne Zeitdruck.

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    Mackprang soll nun die Expansion von Miles weiter vorantreiben. Bislang schloss das Start-up eine Series-A-Finanzierung ab, Ziel ist nun die Series-B zu erreichen. „Wir führen derzeit Gespräche mit weiteren Städten“, sagt Mackprang dem Handelsblatt. „Für uns sind dabei vor allem auch die mittelgroßen Städte, wie Leipzig oder Bremen interessant.“ Pläne für eine Ausweitung des Geschäfts im Ausland habe Miles hingegen nicht.

    Im Zuge der Expansionspläne hat allerdings Mitgründer Timo Nührich das Führungsteam verlassen. „Es hat bereits vor meiner Ernennung unüberbrückbare Differenzen bezüglich der künftigen Strategie und Ausrichtung von Miles gegeben, worauf man sich gemeinsam einigte, sich operativ zu trennen. Timo Nührich ist weiterhin Gesellschafter von Miles“, sagt Mackprang.

    Derzeit hat Miles etwa 100.000 Kunden und 1500 Fahrzeuge im Einsatz. Im ersten Quartal des kommenden Jahres will Mackprang die Anzahl der Autos bereits verdoppeln. Bislang bietet das Start-up größtenteils Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren an

    Elektroleihautos von Miles gibt es kaum. Mackprang sieht derzeit noch keine ökonomische Grundlage, um ein Geschäft mit einer großen E-Auto-Flotte zu betreiben. „Ökologisch ist die E-Mobilität sicherlich das Wünschenswerteste, ökonomisch lässt sie sich für einen Carsharer wie wir derzeit aber in Deutschland nur schwer umsetzen, da noch keine ausreichende Ladeinfrastruktur vorhanden ist“, sagt der neue Miles-Chef.

    Fragt man Mackprang nach finanziellen Kennzahlen zu Miles, kommt start-up-typisch wenig Gehaltvolles. Der Umsatz bewege sich im Monat auf einem einstelligen Millionenbereich, im Jahr kommt Miles auf eine niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Gesamtunternehmerisch sei Miles laut Mackprang zwar noch nicht profitabel. Doch das Kerngeschäft laufe bereits kostendeckend. „Wir verbrennen kein Investorengeld. Miles ist geschäftsbetreibenswürdig.“

    Zu einem der größten Wettbewerber im Carsharing-Bereich zähle laut dem Miles-Chef derzeit Sixt. Das Familienunternehmen baut sein Ursprungsgeschäft der Autovermietung massiv aus. Ziel ist es, Sixt zu einem ganzheitlichen Mobilitätsanbieter zu formen. So können beispielsweise über die Sixt-Plattform auch E-Scooter von Tier gemietet werden.

    Miles strebt etwas Ähnliches an. Das Berliner Start-up geht dabei aber einen etwas anderen Weg. Es versucht mithilfe von Kooperationen mit den Plattformanbietern Jelbi oder Moovit als Mobilitätsanbieter wahrgenommen zu werden.

    „Wir wollen dem Kunden Mobilität zur Verfügung zu stellen“, sagt Mackprang. „Uns ist nicht so wichtig, den Kunden an uns zu binden. Deswegen kooperieren wir mit diversen Mobilitätsplattformen. Das unterscheidet uns zum Beispiel von Sixt.“

    Um sich gegen den übermächtigen Konkurrenten aus München behaupten zu können, wartet auf den 31-Jährigen allerdings noch jede Menge Arbeit – und die frisst sehr viel Freizeit. „Ich verbringe derzeit deutlich mehr Zeit mit dem Führungsteam von Miles als mit meiner Verlobten“, sagt Mackprang.

    Mehr: Führungswechsel bei der VW-Tochter Moia: Robert Henrich löst Ole Harms an der Spitze von Moia ab. Er wechselte vor zwei Jahren von Daimler zu VW.

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