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Carsten Rockholtz Der Sanierer von Warsteiner kehrt als Finanzchef zur Brauerei zurück

Die Traditionsbrauerei kämpft gegen die Flaute. Nun steigt der erfahrene Restrukturierer Carsten Rockholtz erneut ins operative Geschäft ein.
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Zurück im Team als Finanzchef. Quelle:  Morris Willner für Handelsblatt
Carsten Rockholtz

Zurück im Team als Finanzchef.

(Foto:  Morris Willner für Handelsblatt)

Düsseldorf Die Brauerei Warsteiner ist noch immer eine Baustelle. Vor einem Jahr verkündete das Management um Firmenerbin Catharina Cramer den Abbau von 240 der damals 1.500 Stellen – und zugleich eine Marketingoffensive für die Marke, die über Jahre erst an Glanz und dann an Umsatz verloren hatte.

Inzwischen hat sich einiges getan: Die Markenexpertin Alessandra Cama, für das Umbauprojekt an Bord geholt, hat vor einigen Wochen ihren Abschied von Warsteiner angekündigt. Dafür kehrt der zweite Hauptautor des Sanierungsprogramms zurück: Warsteiner teilte am Mittwoch mit, dass Carsten Rockholtz erneut Finanzchef wird. Der 50-Jährige hatte sich im Frühjahr aus privaten Gründen in den Beirat zurückgezogen.

Das Duo Cama und Rockholtz als Sanierer – das war ein Experiment. Beide kommen nicht aus der Bierbranche, in der viele Manager altgediente Brauer sind. Rockholtz startete bei der Beratung Kienbaum, war unter anderem für Thyssen-Krupp in London und arbeitete beim Recycler Tönsmeier.

Als Berater kümmert sich Rockholtz immer wieder um Sanierungsfälle. Auch der amtierende Warsteiner-Chef Christian Gieselmann, der sich künftig hauptsächlich ums Marketing kümmert, stammt aus der Beratungsbranche. Der Roland-Berger-Mann kam eigentlich als Rockholtz’ Nachfolger.

Derweil verbreitet Warsteiner Optimismus, dass die Rosskur wirkt. „Die Privatbrauerei konnte im Jahr 2018 ihren Absatz gegenüber dem Vorjahr im Inland um 6,8 Prozent, im Ausland – trotz schwieriger Marktbedingungen – um 0,1 Prozent und somit um insgesamt 5,3 Prozent steigern“, heißt es in der Mitteilung.

Allerdings: Umsatzzahlen liegen noch nicht vor. Unklar bleibt also, inwieweit der Erfolg möglicherweise mit Sonderangeboten erkauft ist.

Sichtbar war der von Rockholtz mitformulierte neue Kurs im vergangenen Jahr an einer Biermix-„Moscow Mule“ passend zur Fußball-WM in Russland. Zudem sollen hübschere Bierkästen in Goldfarbe die Käufer locken.

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