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Christian Wilhelm Shipsta-Gründer findet große Investoren

Christian Wilhelm, Gründer der Plattform Shipsta für die Vermittlung von Frachtaufträgen, kann dank einer Geldspritze expandieren. Eine deutsche Großstadt kann davon profitieren.
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Mit dem neuen Investment der Frühphaseninvestoren RTP aus Russland und Mangrove aus den USA will er Shipsta zu einem Marktplatz ausbauen. Quelle: Shipsta
Christian Wilhelm

Mit dem neuen Investment der Frühphaseninvestoren RTP aus Russland und Mangrove aus den USA will er Shipsta zu einem Marktplatz ausbauen.

(Foto: Shipsta)

Hamburg Luxemburg ist nicht unbedingt eine Seefahrernation. Doch als Christian Wilhelm vor vier Jahren die dortige Holding des Logistikers Kühne + Nagel verließ, stand dem gebürtigen Trierer der Sinn nicht nach einem Ortswechsel. Er gründete in dem Kleinstaat kurzerhand Shipsta, eine Plattform für die Vermittlung von Frachtaufträgen.

Jetzt wird das Unternehmen erwachsen: Eine Geldspritze im mittleren einstelligen Millionenbereich ermöglicht es dem 40-Jährigen, das Marketing und das Business Development an den Logistikstandort Hamburg zu verlagern, wie Wilhelm dem Handelsblatt sagt.

In Hamburg arbeiten etliche junge Unternehmen an einer Herausforderung, die auch Wilhelm umtreibt: Die Logistikbranche hat noch einiges Optimierungspotenzial im Digitalbereich. „Der Markt erwacht aus einem Dornröschenschlaf“, sagt er.

Schon jetzt bringt seine Gründung Shipsta Auftraggeber und Transporteure zusammen. „Wir sind auch interessant für Branchengrößen wie Hapag-Lloyd und meinen ehemaligen Arbeitgeber Kühne + Nagel“, sagt Wilhelm.

Mit dem neuen Investment der Frühphaseninvestoren RTP aus Russland und Mangrove Capital Partners aus Luxemburg will er das Angebot zu einem Marktplatz ausbauen – und zugleich vom längeren Namen Clear Logistics auf die neue Marke Shipsta umstellen. Die Mitarbeiterzahl soll sich innerhalb eines Jahres von knapp 40 verdoppeln. „Ich bin stolz, dass wir solche Investoren gewinnen konnten“, sagt Wilhelm.

Experten sehen in dem Bereich Potenzial. Bislang seien Transporte oft nicht richtig ausgelastet, das könne Digitaltechnik ändern, meint Branchenberater Horst Manner-Romberg. Wilhelm ist allerdings nicht der Einzige, der an solchen Konzepten arbeitet. Als größten Wettbewerber sieht er den um ein Vielfaches größeren Anbieter Flexport aus den USA.

Der Gründer will jedoch mit etwas anderen Angeboten punkten. So bietet er etwa neue Möglichkeiten an, um Transporte von unterschiedlichen Auftraggebern zu bündeln. Das verspricht mehr Effizienz und somit niedrigere Kosten. Auch in Deutschland gibt es Konkurrenz: Der finanzstarke Company-Builder Rocket Internet hat mit Instafreight vor 27 Monaten ebenfalls eine Frachtplattform gestartet.

Die neuen Shipsta-Investoren geben sich optimistisch, dass das Unternehmen gute Chancen im Wettstreit hat. Die Plattform habe schnell große Kunden gewonnen, sagte Hans-Jürgen Schmitz von Mangrove: „Das Gründerteam von Shipsta beeindruckt uns mit umfassendem Produktwissen, kommerzieller Erfahrung und Erfolgsbilanz.“

Anton Inshutin von RTP begründete das Investment mit dem Potenzial des Markts: „Die Logistikindustrie hinkt im Digitalisierungsprozess weiter hinterher – und bleibt dadurch oftmals ineffizient.“ Beide Investoren beteiligen sich zu gleichen Teilen.

Mehr: Immer weniger Schiffe von deutschen Eignern sind auf den Weltmeeren unterwegs. Die deutschen Reeder beklagen eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit.

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