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Christof Babinsky Diese Firma macht Hallenböden zum Digital-Display

Christof Babinsky hat aus einem Hersteller von Squash-Courts eine High-Tech-Firma geformt. Nun will er die Welt des Spitzensports verändern.
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Das ambitionierte Ziel des Herstellers für Squash-Courts: „Alle Spitzensportstätten sollen mit unserem Boden ausgestattet werden.“ Quelle: Michaela Morosini
Christof Babinsky

Das ambitionierte Ziel des Herstellers für Squash-Courts: „Alle Spitzensportstätten sollen mit unserem Boden ausgestattet werden.“

(Foto: Michaela Morosini)

MünchenKann das gesund sein? Das haben sich viele Besucher gefragt, als sie Anfang Februar auf der Sportmesse Ispo in München zwischen all den Ständen von Turnschuhherstellern und Skiproduzenten auf einmal vor einem gläsernen Turnhallenboden standen. „Gesünder als jeder herkömmliche Boden“, erläuterte Christof Babinsky voller Überzeugung. Und nicht nur das.

Mit modernster Elektronik ausgestattet, biete der Untergrund bisher nicht gekannte Möglichkeiten, um Werbung einzublenden oder Spielzüge virtuell anzuzeigen. Jahrelang hat der Chef und Mehrheitseigentümer von ASB Glassfloor an dem Glasboden getüftelt, einzelne Sportstätten und Firmenzentralen ausgestattet. Denn auch künstlerisch lässt sich die Technik nutzen. Microsoft ist ein Kunde, die Universität Oxford ebenso.

Das Ziel des 32-Jährigen, schlaksigen Schnellredners ist ambitioniert: „Alle Spitzensportstätten sollen mit unserem Boden ausgestattet werden.“ „Wir finden das Unternehmen klasse“, sagt Frank Hüther, Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Abacus Alpha. Die Firma aus Frankenthal ist vor drei Jahren eingestiegen und hat von Gründer Horst Babinsky 49 Prozent der Anteile übernommen. „Das ist ein disruptives Produkt“, betont der Manager.

Mit Squash-Courts ist der Mittelständler aus dem bayerischen Stein an der Traun groß geworden. Mehr als 7000 dieser Kästen hat die Systembau Horst Babinsky GmbH errichtet. Christof Babinsky war nur 24 Jahre alt, als er die Firma vom Vater übernahm. Er löste sich vom angestammten Geschäft, übergab es an einen Partner in Tschechien und begann, die digitalen Glasböden unter der Marke ASB Glassfloor zu entwickeln.

Wenn Babinsky über seine Böden spricht, dann überschlägt er sich fast. Einerseits seien sie angenehm für die Knochen der Athleten, weil sie elastischer seien. Die größten Vorteile sieht der Betriebswirt aber bei den Betreibern von Sportarenen. Haltbarer sei der Untergrund, zudem müsse er für Konzerte nicht abgedeckt werden. Mit eingebauten LEDs ließen sich genau jene Linien erleuchten, die für die jeweilige Sportart nötig seien.

Das ist noch nicht alles. Im Boden lassen sich Reklame und der Spielstand zeigen. Selbst Fußballspiele mit einem virtuellen Ball lässt die Steuerung zu. Und im Training sei es möglich, die ideale Passrichtung zu ermitteln und dem Spieler anzuzeigen. „Christof Babinsky ist einer der besten Verkäufer, die ich je kennen gelernt habe“, sagt Abacus-Geschäftsführer Hüther. Nur müsse der Unternehmer jetzt zusätzliche Manager an Bord holen.

„Die größte Herausforderung ist, das Wachstum zu bewältigen“, meint der Investor. Achteinhalb Millionen Euro soll der Umsatz dieses Jahr betragen, für nächstes Jahr ist ein Plus von 50 Prozent geplant. In dem Tempo soll es dann weitergehen. 30 Mitarbeiter beschäftigt Babinsky am Stammsitz in Oberbayern, 15 fertigen die Böden in Bulgarien.

Wenn ihn Kunden besuchen, dann führt er sie stets in die Schule in Stein, die er selbst besucht hat. Dort hat er vor neun Jahren den ersten Glasboden verlegt. „Es sind keine Alterserscheinungen zu erkennen“, sagt er stolz. So ganz hat der sportlich-schlanke Mann das väterliche Erbe freilich nicht abstreifen können. Sein Lieblingssport ist bis heute Squash.

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