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Claus-Dietrich Lahrs Der neue Chef soll S.Oliver kräftig umkrempeln

Claus-Dietrich Lahrs will den Modekonzern für die Zukunft fit machen. S.Oliver muss sich gegenüber Billigketten und Premiummarken behaupten.
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Der 56-Jährige übernimmt bei S.Oliver am 4. November den Chefsessel von Eigentümer Bernd Freier. Quelle: S.Oliver
Claus-Dietrich Lahrs

Der 56-Jährige übernimmt bei S.Oliver am 4. November den Chefsessel von Eigentümer Bernd Freier.

(Foto: S.Oliver)

Düsseldorf Der Modekonzern S. Oliver holt sich Verstärkung aus der Luxusbranche. Claus-Dietrich Lahrs, Ex-Chef von Hugo Boss und der italienischen Luxusmarke Bottega Veneta, wird neuer Vorstandschef der S.Oliver Group. Das Handelsblatt hatte bereits im Juli über die Personalie berichtet.

Bevor der 56-jährige Lahrs am 4. November den Chefsessel von Eigentümer Bernd Freier übernimmt, kündigte er bereits größere Veränderungen im Modekonzern an. Es seien „grundlegende Veränderungen“ nötig, sagte er der Zeitschrift „Textilwirtschaft“. „Weiter so geht nicht. Dafür müssen wir bei allen das Bewusstsein schärfen.“

Aus dem Unternehmen ist aber zu hören, dass sich Lahrs erst einmal selbst ein genaues Bild machen will, ehe er Veränderungen vornimmt. Er sehe in vielen Bereichen ein großes Potenzial.

Mit Lahrs startet Freier den vierten Versuch, sein Lebenswerk zu retten. Drei weitere Chefs waren in den vergangenen Jahren gescheitert. Der 72-Jährige hatte S.Oliver vor 50 Jahren in Würzburg gegründet und war viele Jahre erfolgreich. Er machte aus dem Start-up einen Konzern mit 1,3 Milliarden Euro Umsatz. Heute gehören dazu auch Marken wie Liebeskind und Comma.

Doch der Erfolg der Billigketten wie Primark und der Erfolg von internationalen Riesen wie Zara oder Massimo Dutti machen S.Oliver zu schaffen. Die Marken in der Mitte des Modemarktes haben es am schwersten, sich langfristig zu behaupten. Einige Unternehmen wie Esprit, Gerry Weber und Tom Tailor kämpfen seit längerem ums Überleben.

Eigentümer Bernd Freier zieht sich langsam zurück

Dem neuen Chef Lahrs muss es gelingen, das Profil von S.Oliver zu schärfen und auf ein höherwertiges Marktsegment zu heben. Dafür steht Lahrs, der vor seiner Zeit bei Boss schon für Cartier, Louis Vuitton und Dior arbeitete.

Er muss aber auch mit dem Eigentümer Freier klarkommen. Der zieht sich zwar von der Unternehmensspitze und auch aus dem Beirat zurück, bleibt aber dem Unternehmen als Eigentümer eng verbunden. Außerdem sitzt sein Sohn Christian Freier, 37, weiter in dem Gremium.

Mehr: Für Unternehmen in der Mitte des Modemarktes wird es immer schwerer, zu überleben. S.Oliver will mit neuer Digitalstrategie und neuem Chef durchstarten.

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