Computer- und Videospiele: Kultklub vom Reißbrett: Wie Eintracht Spandau die E-Sport-Szene aufmischt
Die beiden Gründer wollen die E-Sport-Szene aufmischen.
Foto: Instinct3Berlin. Wo einst Tresore und Schalter waren, stehen nun Baumaterialien, Eimer und Leitern. Die ehemalige Bank in der Altstadt des Berliner Randbezirks Spandau wird umgebaut – und bald zieht ein neues Geschäftsmodell in das Gebäude ein. Die 1200 Quadratmeter werden die Heimat des E-Sport-Vereins Eintracht Spandau. Die Disziplin, in der die Eintracht antritt, ist in Deutschland nicht als Sport anerkannt, aber knallharter Wettbewerb: Es geht um Team-Wettkämpfe im Computerspiel „League of Legends“ – eines der erfolgreichsten Spiele der Welt.
Erst Ende 2021 gegründet, mischt das Projekt Spandau mittlerweile die gesamte Branche auf. Was das Team einzigartig macht: Die Eintracht will nicht nur sportlich überzeugen, sondern versucht Fans und Unternehmen gerade abseits des Spiels mit selbst produzierten Online-Videos zu begeistern. Geld verdient der Klub mit der Vermarktung seiner Inhalte. Und mit inzwischen zahlreichen Sponsorings – die Reichweite lockte schon vor Spielstart Werbetreibende.
Offenbar mit Erfolg: Auf der Videoplattform Youtube folgen dem Klub über 100.000 Abonnenten, die Firma hat bekannte Sponsoren wie die Sparkasse hinter sich versammelt. Schon im ersten Jahr will der Klub profitabel werden, der Umsatz soll bei 1,3 Millionen Euro liegen.