Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coronakrise Start-up Loloco organisiert Spendenaktion für lokale Händler

Malte Hendricks will kleinen Händlern Big Data liefern. Jetzt hat er erstmal einen Webshop aufgebaut, mit dem er Geld für ihr Überleben sammelt.
01.04.2020 - 14:47 Uhr 1 Kommentar
Die Unternehmensidee von Loloco ist im Rahmen seines Wirtschaftsinformatik-Studiums entstanden. Quelle: Loloco
Malte Hendricks

Die Unternehmensidee von Loloco ist im Rahmen seines Wirtschaftsinformatik-Studiums entstanden.

(Foto: Loloco)

Düsseldorf Der April sollte ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des noch jungen Unternehmens Loloco werden. Denn dann wollten Malte Hendricks und seine drei Mitgründer Fritz Fried, Sebastian Kleinschmager und Malte Lantin mit den ersten Kunden loslegen. Doch durch die Coronakrise ist alles anders. Denn Hendricks‘ Kunden sind stationäre Einzelhändler – und die haben jetzt geschlossen.

Das Ziel von Loloco ist es, die Zukunft des Einzelhandels in den Innenstädten zu sichern, indem sie ihn bei der Digitalisierung unterstützen. Sie bauen ein Treueprogramm für die Händler auf, in dem die Kunden Punkte für Prämien sammeln und gleichzeitig anonymisiert die Kundendaten über viele Geschäfte aggregiert und mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. Die Händler bekommen dadurch Erkenntnisse beispielsweise für die Sortimentsgestaltung und die Kundenansprache. Big Data für kleine Händler sozusagen.

Doch im Moment denken diese kleinen Händler weniger an die Zukunft, sondern machen sich Sorgen um ihre Existenz in der Gegenwart. Deshalb hat Loloco kurzerhand die Online-Charity-Aktion „Ein Herz für Händler“ ins Leben gerufen. Kunden können in dem gleichnamigen Onlineshop T-Shirts, Hoodies oder Babylätzchen kaufen, mit denen sie Solidarität mit lokalen Händlern demonstrieren. Den Preis bestimmt der Kunde selbst, auch an welchen lokalen Händler der Erlös gehen soll.

„Die Resonanz ist überwältigend“, freut sich Hendricks. Zahlreiche Unterstützer sorgen dafür, dass die Kosten niedrig bleiben und viel Geld für die Händler übrig bleibt. Unter den Partnern der Aktion ist neben der Stadt Köln auch Vodafone, in dessen Start-up-Programm Loloco ist. „Wir wollen mit unserer Initiative dazu beitragen, dass möglichst viele Geschäfte diese Krise überstehen. Jetzt zählt jeder Cent“, betont Hendricks.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Schwierigkeiten der kleinen lokalen Einzelhändler hat er schon als Kind hautnah mitbekommen. Die Eltern des 24-Jährigen betreiben ein Sportgeschäft in Köln. Entstanden ist die konkrete Unternehmensidee von Loloco als Projekt für den Bachelor-Abschluss im Rahmen seines Wirtschaftsinformatik-Studiums an der Uni Köln. Gesammelt werden die Daten in einer App, über die die Kunden ihre Punkte beim stationären Einkauf sammeln.

    „Wir wollen dem inhabergeführten Geschäft Werkzeuge an die Hand geben, zu denen sonst nur große Konzerne Zugang haben“, sagt Hendricks. Nur so könnten sie es schaffen, sich auch langfristig im Wettbewerb durchzusetzen. Wenn sie denn geschafft haben, die Coronakrise zu überleben.

    Mehr: Händler stecken in Existenznöten - die Liquidität wird knapp.

    Startseite
    Mehr zu: Coronakrise - Start-up Loloco organisiert Spendenaktion für lokale Händler
    1 Kommentar zu "Coronakrise: Start-up Loloco organisiert Spendenaktion für lokale Händler"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Interessant, aber nicht wirklich neu... Ist doch gerade jetzt die Zeit, in der alle diejenigen die keine online-Präsenz haben, die Vorteile der Digitalisierung vor Augen geführt bekommen.
      In Lübeck haben wir innerhalb einer Woche ein Gutscheinportal (www.hlfen.de & www.hlfan.de) aus dem Boden gestampft, das sich eben an all jene richten, die die Digitalisierung bisher unterschätzt haben. Und das sind bei weitem nicht nur Einzelhändler!
      Am Ende wird jetzt deutlich, wer durch eine Online-Präsenz seine Umsatzeinbußen wenigstens abmildern oder abfedern kann.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%