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Daniel Mark Diagnose-Start-up SpinDiag erhält frisches Geld für die Expansion

SpinDiag entwickelt einen Schnelltest gegen antibiotikaresistente Keime. Nun sichert sich Gründer Daniel Mark die Finanzierung für die Zulassungsstudie.
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Seit bald drei Jahren arbeitet sein Start-up SpinDiag an seinem Schnelltestsystem gegen Klinikkeime. Quelle: Spindiag
Daniel Mark

Seit bald drei Jahren arbeitet sein Start-up SpinDiag an seinem Schnelltestsystem gegen Klinikkeime.

(Foto: Spindiag)

FrankfurtUm in Deutschland ein Medizinprodukt auf den Markt zu bringen, braucht man Durchhaltevermögen. Das merken auch der Physiker Daniel Mark und seine sechs Mitgründer. Seit bald drei Jahren arbeitet das Start-up SpinDiag an seinem Schnelltestsystem gegen Klinikkeime.

Gerade sind sie einen Schritt weitergekommen: Kurz vor Weihnachten sicherten sich die Freiburger eine Finanzierungsrunde in Höhe von drei Millionen Euro. „Mit dem Geld wollen wir unser System im Klinikalltag testen. Die Leistungsbewertung brauchen wir, um im nächsten Jahr die Zulassung einreichen zu können“, sagt Mark.

Neben bestehenden Investoren – Privatpersonen, die nicht genannt werden wollen – konnte SpinDiag den ehemaligen Procter-&-Gamble-Manager Werner Geissler gewinnen. Geissler, der Marken wie Ariel, Gillette und Oral B betreut hat, war nach eigener Aussage sofort überzeugt davon, wie gut das Testsystem auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnitten ist.

Mit dem mobilen Diagnosesystem von SpinDiag sollen Patienten, die in ein Krankenhaus eingeliefert werden, innerhalb von 30 Minuten auf antibiotikaresistente Krankheitserreger untersucht werden. Bisher dauert es rund drei Tage, bis eine Laboranalyse die notwendigen Testergebnisse liefert – wertvolle Zeit, die die Patienten auf der Isolierstation verbringen müssen.

Investor Geissler glaubt, dass das Produkt „eine Lösung für drängende Probleme globalen Ausmaßes“ bietet. Antibiotikaresistente Keime wurden zuletzt für mehr als 30 000 Tote pro Jahr in der EU verantwortlich gemacht.

Die Pilotversuche im Uniklinikum Freiburg hat das Start-up erfolgreich abgeschlossen. Für die Tests im Routinealltag soll das mobile System in mehreren Kliniken zum Einsatz kommen.

Die sieben SpinDiag-Gründer, Ingenieure und Physiker zwischen 30 und 50, arbeiteten zum Teil seit Jahren gemeinsam beim Forschungs- und Entwicklungsdienstleister Hahn-Schickard in Freiburg. Erst seit dem Abschluss der Frühfinanzierung von SpinDiag Mitte 2017 sind sie in Vollzeit bei dem Start-up beschäftigt.

Ein Medizinprodukt auf den Markt zu bringen ist nämlich auch teuer, weiß Daniel Mark: Um das Produkt wie geplant 2020 auf den Markt bringen zu können, müsse er noch einmal auf Investorensuche gehen: „Wir brauchen in diesem Jahr weitere 2,5 Millionen Euro.“

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