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E-Commerce Software-Anbieter Novomind wagt sich trotz Brexit nach Großbritannien

Peter Samuelsen entwickelt mit seiner Firma Shop-Software und Chatbots für Internet-Händler. Nun treibt der Gründer die Internationalisierung voran.
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Der Novomind-Chef hat keine Angst vor dem Brexit. Quelle: Novomind
Peter Samuelsen

Der Novomind-Chef hat keine Angst vor dem Brexit.

(Foto: Novomind)

Ausgerechnet Großbritannien hat sich Peter Samuelsen als neuen Markt für sein Softwarehaus Novomind vorgenommen – trotz der unklaren Lage beim Brexit. Nach positiven Erfahrungen bei der Internationalisierung seiner Software für E-Commerce-Anbieter will sich der 62-Jährige nicht schrecken lassen: „Kuwait ist auch nicht in der EU. Ich behandle das Vereinigte Königreich schon jetzt genauso wie etwa die Länder im Nahen Osten.“

Ein Vorteil als Unternehmer sei es, scherzt er, nicht alle Dinge bis zum Ende durchdenken zu müssen. Den ausgesuchten Vertriebspartner Channel Creator kennt er jedenfalls schon lange – aus „uralten Intershop-Zeiten“, wie Samuelsen, Entrepreneur des Jahres 2013, sagt. Zu Anfangszeiten von Novomind, das er 1999 gründete, war der Norddeutsche Vertriebspartner der Jenaer.

Längst entwickelt Novomind eigene Shop-Software und Chatbots. Im Ausland wächst das Unternehmen vor allem über Systemhäuser als Vertriebspartner. Hoffnung setzt Novomind in Chat-Anwendungen, die etwa den Support über WhatsApp erleichtern und automatisieren sollen.

42 Millionen Euro hat Samuelsen damit inklusive Tochterunternehmen nach eigenen Angaben 2018 umgesetzt – ein Plus von zehn Prozent. Im vergangenen Jahr hat Novomind eine Vertriebsgesellschaft in Dubai für den Nahen Osten eröffnet. In Deutschland stärkten sich die Hamburger mit einer Zweigstelle in Rostock. Neukunden seien unter anderem der Ticketvermarkter CTS Eventim und Drogerie Müller.

Zudem hat Novomind die 20-Prozent-Beteiligung, die die Hamburger Sparkasse hielt, zurückgekauft und ein Beteiligungsprogramm für Nachwuchs-Führungskräfte aufgebaut. Damit gehört die Firma Novomind nun nur noch dem Management und den Mitarbeitern.

Im Feld E-Commerce-Software tummeln sich Konkurrenten wie Intershop und die Ebay-Abspaltung Radial. Der deutlich größere Fulfillment-Dienstleister wurde 2017 für 820 Millionen Dollar von der belgischen Bpost übernommen.

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