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Elektroinstallateur Köln statt Berlin – OBO eröffnet Digitalstandort am Rhein

Bei der Wahl seines neuen Digitalstandorts entschied sich OBO-Geschäftsführer Andreas Bettermann bewusst für die Stadt Köln – und gegen Berlin.
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Das Unternehmen an sich belässt der OBO-Geschäftsführer im Sauerland.
Andreas Bettermann

Das Unternehmen an sich belässt der OBO-Geschäftsführer im Sauerland.

DüsseldorfIn Menden in Sauerland kann es sehr beschaulich zugehen. Auf dem Weg zu OBO begegnen einem ein verwaister Fußballplatz und eine in der Mittagszeit geschlossene Bäckerei. Großstädter sind anderes gewohnt und können es sich zunehmend leisten, ihren Arbeitsort auszuwählen.

Das weiß auch Andreas Bettermann. Der 42-jährige Vorsitzende der Geschäftsführung beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter, setzte 2017 knapp 550 Millionen Euro als Spezialist für Gebäude-Elektroinstallationen um.

Bettermann war sich bewusst, dass er Digitalexperten nicht nach Menden bekommt. Er tat sich in Berlin um, doch dort „ist der Markt bereits leer gefegt“, sagt er. Deshalb habe er sich „ganz bewusst für Köln entschieden, weil wir hier die richtigen Mitarbeiter finden“.

Ein Dutzend arbeitet schon in der Rheinmetropole. Den NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart freut’s – er kam persönlich zur Einweihung am Freitagnachmittag und warb um Nachahmer in dem Bundesland mit 25.000 Technik- und IT-Absolventen pro Jahr.

Die Millionenstadt Köln schickt sich an, gerade für mittelständische Unternehmen attraktiv zu sein. Auch Christian Berner vom gleichnamigen Spezialisten für Befestigungsmaterial, Werkzeuge und Spezialchemie verlegte die gesamte Holding des in Künzelsau beheimateten Unternehmens nach Köln.

So weit will Bettermann allerdings nicht gehen: „Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.“ Einmal pro Woche aber ist er nun in Köln-Deutz als Digitalverantwortlicher in der Geschäftsführung.

Alwine Mohnen von der Technischen Universität München hat im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen herausgefunden, dass die junge Generation doch nicht so mobil ist, wie es immer heißt: Viele Hochschulabsolventen suchten sich ihren ersten Arbeitgeber bewusst in der Provinz, wenn sie von dort stammten, oder eben in der Großstadt, wenn sie dort aufgewachsen seien oder studiert hätten. Da bietet sich Köln mit knapp 100.000 Studenten an.

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