Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Erich Harsch Der dm-Chef sagt Plastikmüll den Kampf an

Erich Harsch präsentiert gute Zahlen – und Pläne für mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Im Fokus steht die Vermeidung von Verpackungsmüll.
Kommentieren
Der Vorsitzende der Geschäftsführung setzt auf Nachhaltigkeit. Quelle: dpa
Erich Harsch

Der Vorsitzende der Geschäftsführung setzt auf Nachhaltigkeit.

(Foto: dpa)

DüsseldorfErich Harsch wiegt das Päckchen aus brauner Pappe wie eine Kostbarkeit in der Hand. Der Inhalt zeugt in seinen Augen davon, wie die Drogeriemarktkette dm trotz des harten Wettbewerbs in der Branche auch die Nachhaltigkeit berücksichtigt.

In der Verpackung ist eine vegane und aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz gefertigte Zahnbürste. „Wir bemühen uns an vielen Stellen um Besonderheiten und Innovationen“, sagt Harsch, der 2008 den einstigen dm-Gründer und -Eigner Götz Werner als Vorsitzenden der Geschäftsführung ablöste.

Den Kunden gefällt das Nachhaltigkeitskonzept offenbar. So hat Deutschlands größte Drogeriemarktkette im zurückliegenden Geschäftshalbjahr den Marktanteil bei Drogeriewaren leicht auf 24,1 Prozent ausbauen und den Umsatz erneut steigern können.

Letzterer betrug in Europa in den Monaten Oktober 2018 bis März 2019 5,5 Milliarden Euro mit einem Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Deutschland stieg der Umsatz auf 4,1 Milliarden Euro mit einem Plus von 2,2 Prozent. Damit liegt dm mit seinen europaweit gut 3600 Filialen deutlich vor dem schärfsten Konkurrenten Rossmann, der in diesem Jahr die 4000. Filiale eröffnen will.

Die Konkurrenten gleichen sich aber „beim omnipräsenten Thema Plastik“, wie Harsch es nennt. Beide sind aktiv im Rezyklat-Forum, das dm-Marketing-Chef Sebastian Bayer im September initiiert hat. Rezyklate sind wiederaufbereitete Kunststoffe. Das Forum mit derzeit 29 Mitgliedsunternehmen berät darüber, wie sich Verpackungsmüll reduzieren und mehr Plastik wiederverwenden lässt.

Der erste Schritt: Gemeinsam mit den Recyclingunternehmen zusätzliche Qualitätsstandards für recyceltes Plastik etwa für Putzmittelverpackungen zu entwickeln. Denn derzeit dürfen nur als „lebensmitteltauglich“ eingestufte Rezyklate wiederverwendet werden.

Eins ist klar: Für solche Standards politisch zu werben wird dm wesentlich mehr Zeit kosten, als die Holzzahnbürste einzuführen – brächte der Umwelt aber mehr.

Handelsblatt Zukunft Mittelstand Newsletter
Startseite

Mehr zu: Erich Harsch - Der dm-Chef sagt Plastikmüll den Kampf an

0 Kommentare zu "Erich Harsch: Der dm-Chef sagt Plastikmüll den Kampf an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote