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Europapark-Chef Mack Freizeitparks mit Besuchergrenzen werden zum Zuschussgeschäft

Wegen Corona dürfen deutlich weniger Besucher in Deutschlands größten Freizeitpark, der Betrieb lohnt sich daher kaum. Betreiber-Familie Mack versucht es trotzdem.
22.07.2020 - 10:57 Uhr Kommentieren
15.000 Besucher am Tag sind zu wenig für Deutschlands größten Freizeitpark. Mehr ist momentan aber wegen Corona nicht möglich. Quelle: picture alliance/dpa
Europapark-Chef Roland Mack

15.000 Besucher am Tag sind zu wenig für Deutschlands größten Freizeitpark. Mehr ist momentan aber wegen Corona nicht möglich.

(Foto: picture alliance/dpa)

München, Stuttgart Wenn Roland Mack in diesen Tagen durch den Europapark eilt, dann mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist der 70-jährige Unternehmer heilfroh, dass es mit der Wiedereröffnung nach wochenlanger Zwangspause im Frühjahr so gut geklappt hat. „Allerdings machen wir beim Betrieb auf derzeitigem Niveau bestenfalls eine schwarze Null“, klagt der Chef und Gesellschafter von Deutschlands größtem Freizeitpark.

Mack lässt derzeit wegen des Coronavirus maximal 15.000 Besucher am Tag auf sein Gelände im badischen Rust. Noch im vergangenen Jahr drängten sich an schönen Sommertagen mitunter 50.000 Gäste zwischen den Attraktionen. Der Betrieb läuft also noch auf Sparflamme, und das hat Folgen für die Mitarbeiter, so Mack: „Wir können bei der Kapazitätsbegrenzung bislang nicht alle unsere Beschäftigten wieder aus der Kurzarbeit zurückholen.“

So wie Mack geht es vielen Betreibern. Überall auf der Welt öffnen die Parks angesichts der Pandemie mit deutlich eingeschränkten Besucherzahlen. In den vergangenen Tagen war es Marktführer Disney, der seine Freizeitparks in Florida und Paris wieder aufsperrte. Allerdings mit strengen Regeln, wie sie sich im Europapark schon seit einigen Wochen bewähren.

„Die reine Onlinebestellung aller Tickets und die damit verbundene Regulierung der Besucherzahlen funktioniert einwandfrei“, erläutert Mack. Die Besuchersteuerung über die App laufe nach kleinen Anfangsschwierigkeiten perfekt, und die neuen Hygienevorgaben würden eingehalten.

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    Mit rund 5,7 Millionen Gästen im vergangenen Jahr ist das Familienunternehmen die Nummer zwei der besucherstärksten Freizeitparks Europas. Mehr Gäste kann nur das Disneyland in Paris anziehen. Dieses Jahr dürften es am Ende für Mack jedoch deutlich weniger Besucher werden.

    Im Phantasialand in Brühl haben sie deshalb schon reagiert. Erstmals bleibt der Park bis in den Januar hinein offen. Die sonst übliche Pause im Herbst falle aus, um die durch Corona verlorene Zeit nachzuholen, teilte der Park mit. Spontane Besuche seien freilich nicht möglich, jedes Ticket müssen die Gäste vorher bestellen.

    Kurzfristige Schließungen bleiben jederzeit möglich

    Es ist allerdings ein schmaler Grat, auf dem die Betreiber bei einer Wiedereröffnung wandeln. Kein Freizeitpark möchte das nächste Ischgl werden. Von dem österreichischen Ferienort aus verbreitete sich im Frühjahr das Coronavirus in ganz Europa. Die Betreiber tasten sich daher vorsichtig heran an eine neue und derzeit deutlich weniger rentable Realität.

    Jedoch ist es keineswegs sicher, dass die Parks nicht doch wieder schließen müssen, zumindest kurzzeitig. Disney World in Hongkong jedenfalls ist jedenfalls erst einmal wieder dicht. Die Behörden der Millionenmetropole haben das öffentliche Leben erneut massiv eingeschränkt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

    Dabei ist ein Freizeitpark ein gewaltiger Apparat mit hohen Fixkosten. Die Familie Mack betreibt sechs Hotels mit etwa 5800 Betten, sie unterhält mehr als 100 Fahrgeschäfte und hat gerade ein Spaßbad für rund 200 Millionen Euro errichtet – und das alles auf 100 Hektar Land.

    Alles in allem ist Patron Mack dennoch zufrieden, dass der alte Schlosspark in der Rheinebene südlich von Offenburg zu neuem Leben erwacht: „Ich freue mich, dass wir wieder loslegen konnten, vor allem für die Besucher und unsere Beschäftigten.“

    Nächste Woche wird zudem erst einmal gefeiert. Am Dienstag eröffnet Mack den Neubau der „Piraten in Batavia“, eine Attraktion, die vor zwei Jahren komplett abgebrannt ist. Einen zweistelligen Millionenbetrag hat der Unternehmer in den Neubau des Themenbereichs gesteckt.

    Mehr: Der Neustart stellt Freizeitparks weltweit vor Probleme

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