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Fabian Silberer Software-Start-up Sevdesk will dank TV-Werbung kräftig wachsen

Gründer Fabian Silberer startet mit TV-Reklame. So hofft er auf viele neue Kunden für seine Buchhaltungssoftware für Selbstständige und Mittelständler.
09.12.2019 - 16:02 Uhr Kommentieren
Im Herbst ist Global Founders Capital bei dem Offenburger eingestiegen. Quelle: Xing / Fabian Silberer
Fabian Silberer

Im Herbst ist Global Founders Capital bei dem Offenburger eingestiegen.

(Foto: Xing / Fabian Silberer)

München Klein-Klein ist seine Sache nicht: Fabian Silberer will sein Start-up Sevdesk möglichst schnell zu einem großen Konzern ausbauen. Einen ersten Schritt in diese Richtung wagt der 28-Jährige Anfang kommenden Jahres: Erstmals schaltet der Gründer aus dem badischen Offenburg TV-Werbung. Damit versucht er, noch einmal deutlich mehr Kunden zu gewinnen als bisher. „Bewegtbild funktioniert“, ist der Jungunternehmer überzeugt.

Mehr als 1000 Selbstständige und Mittelständler würden momentan jeden Monat ein Abonnement für seine Buchhaltungssoftware abschließen, behauptet Silberer. Insgesamt zähle er rund 80.000 Kunden. Das reicht ihm allerdings nicht.

Der Sohn eines Landwirts aus der Ortenau braucht massenhaft Abonnenten, denn sein Programm verkauft er billig: Die günstigste Variante kostet monatlich nur knapp acht Euro – pro Firma. Die aufwendigste Version schlägt mit weniger als 50 Euro zu Buche, ganz egal, wie viele Mitarbeiter sie nutzen. Da macht’s die Menge.

Silberers Software soll Kleinbetrieben die Buchhaltung massiv erleichtern. Belege lassen sich per Handy-App einscannen und weiterleiten. Rechnungen werden automatisiert erstellt und verbucht. Wenn etwas unklar ist, fragt das Programm nach.

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    Es hat seinen Grund, dass Silberer gerade im Januar auf den TV-Bildschirm drängt. Es ist die Zeit, in der die Betriebe ihren Jahresabschluss in Angriff nehmen. Daher, so glaubt der Wirtschaftsinformatiker, dürfte das Interesse besonders groß sein. Die reichweitenstarken Sender wie ARD, ZDF oder RTL kann sich der selbstbewusste Mann zwar nicht leisten. Wohl aber Kanäle wie N-TV oder Sky, auf denen er viele Selbstständige vermutet.

    Der Badener hat seine Firma vor sechs Jahren gegründet und beschäftigt momentan 100 Mitarbeiter. Jeden Monat kämen fünf Kollegen dazu. Zum Umsatz hält sich Silberer bedeckt. Er steuere auf die zehn Millionen Euro zu, sagt er. Im Jahresvergleich verdoppelten sich die Erlöse jeden Monat, und so soll es auch weitergehen.

    Silberer tritt gegen große, etablierte Anbieter wie Lexware oder Wiso Steuer an. Starke Konkurrenz. Eine ganze Reihe von Finanzinvestoren glaubt indes an Sevdesk. Zuletzt ist diesen Herbst Global Founders Capital eingestiegen. Wie hoch die Geldgeber das Start-up bewerten, verschweigt Silberer.

    Expansion nach Frankreich

    Die Kunden sind offenbar zufrieden. „Sevdesk ist für unsere Zwecke sehr sinnvoll“, sagt Kivanç Semen, Gründer des Start-ups Data Guard. Von Anfang an habe die junge Firma auf eine papierlose Buchhaltung Wert gelegt.

    Das Softwareunternehmen aus München bearbeitet unter anderem sämtliche Rechnungen mit Sevdesk. Die Ersparnis sei enorm, betont der Wirtschaftsinformatiker, vor allem beim Personal.

    Inzwischen tauschen sich Silberer und Semen häufiger einmal über ihre Erfahrungen als Gründer aus. Kennen gelernt haben sie sich allerdings erst auf einer Veranstaltung, da hatte Data Guard Sevdesk schon lange abonniert.

    Silberer vergleicht Sevdesk am liebsten mit SAP, jenem im Dax notierten Softwarekonzern aus dem nur 120 Kilometer entfernten Walldorf. Genauso groß und mächtig wie der Anbieter von Unternehmenssoftware soll Sevdesk einmal werden, wenn die Pläne des heimatverbundenen Mannes aufgehen.

    Denn genau wie die SAP-Gründer, so fühlt sich auch Silberer in der Provinz pudelwohl und hegt keinerlei Pläne, in die Start-up-Hochburg Berlin umzuziehen oder auch nur in die Landeshauptstadt Stuttgart.

    Die badischen Wurzeln kommen ihm in diesen Tagen zugute. Denn sein Team ist dabei, eine französische Version der Software zu entwickeln. So will Silberer erstmals außerhalb des deutschsprachigen Raums expandieren. Frankreich aber ist quasi ein Heimspiel: Die Grenze ist von Offenburg aus nur einen Steinwurf entfernt.

    Mehr: Die Digitalisierung setzt Handwerksbetriebe unter Druck. Viele wissen nicht, in welchen Bereichen Digitalisierung sinnvoll ist. Dabei gibt es externe Unterstützung.

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