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Firmengründer Verkaufsgerüchte um MyMuesli: Offener Brief an alle Müsli-Freunde

Die Gründer des Passauer Müslimischers mussten etliche Filialen schließen. Der Investor Genui Partners sondiert offenbar einen Ausstieg.
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Philipp Kraiss, Max Wittrock und Hubertus Bessau (von links) sind in Gesprächen mit der Investmentbank Harris Williams und sprechen mit Kaufinteressenten. Quelle: STAR PRESS/AEDT
Die MyMuesli-Gründer

Philipp Kraiss, Max Wittrock und Hubertus Bessau (von links) sind in Gesprächen mit der Investmentbank Harris Williams und sprechen mit Kaufinteressenten.

(Foto: STAR PRESS/AEDT)

Düsseldorf „Liebe Müsli-Freunde“, so beginnt ein offener Brief, mit dem die drei Gründer von MyMuesli am Freitag die Wogen zu glätten versuchten. Meldete doch die „Lebensmittelzeitung“ , das Passauer Vorzeige-Start-up sondiere einen Verkauf. „Wir drei haben die Lust auf Frühstückskörner nicht verloren“, betonen Max Wittrock, 36, Philipp Kraiss und Hubertus Bessau (beide 38). „Wir Gesellschafter werden weder eine neue Kapitalerhöhung durchführen – noch werden wir aktuell Anteile verkaufen“, stellen sie klar.

Sie bestätigen jedoch, dass sie aktuell mit der Investmentbank Harris Williams zusammenarbeiten und mit Kaufinteressenten sprechen. Zum Gesellschafterkreis gehört seit 2016 Genui Partners, der 40 Prozent hält. Als Investor müsse Genui eine Rendite erwirtschaften. Das müsse aber nicht zwingend über einen Verkauf aller Geschäftsanteile erfolgen.

Seit 2007 haben die Freude einen florierenden Online-Shop für individualisierte Müslimischungen aufgebaut – nicht etwa in der hippen Gründerhauptstadt Berlin, sondern im entlegenen Donaustädtchen Passau. Dort haben sie studiert: Kraiss und Bessau BWL, Wittrock Jura.

„Die hielten alle für verrückt“, so ein Start-up-Investor. Inzwischen verkauft MyMuesli mit etwa 700 Mitarbeitern in neun Ländern – online und in Supermärkten. Den ersten eigenen Laden eröffneten die drei schon 2009 in Passau. Bei der Verbindung von Internet- und stationärem Handel war MyMuesli Vorreiter. Inzwischen schmücken sich viele Onlineshops mit eigenen Filialen – von MyToys bis Home24. Doch mit mehr als 50 kostenintensiven eigenen Läden hatten sich die Passauer überhoben. MyMuesli rutschte in die Verlustzone. Heute gibt es nur noch 29 Filialen.

Laut „Lebensmittelzeitung“ liegen Angebote zahlreicher Kaufinteressenten vor, über Namen wie Unilever oder PepsiCo wird spekuliert. Schließlich wollen Konzerne mit hippen Marken jüngere Zielgruppen erschließen. Allerdings strebten die MyMuesli-Eigentümer eine dreistellige Millionen-Euro-Bewertung an, bei einem Umsatz 2017 von knapp 59 Millionen Euro. Zuletzt sei das Online-Geschäft um mehr als 20 Prozent gewachsen, so die MyMuesli-Gründer. Der Fokus soll neben Wachstum, verstärkt auf Profitabilität rücken. Verkaufen wollen die drei derzeit nicht.

„Vielleicht haben wir mal einen anderen Investor, vielleicht machen wir einen Börsengang oder sagen irgendwann tatsächlich mal: Ab jetzt kann das jemand anders besser“, schreiben Bessau, Kraiss und Wittrock. Dieser Zeitpunkt sei aber jetzt noch nicht gekommen.

Mehr: Die Konkurrenz bei innovativen Lebensmittelkonzepten wächst. Wie das Familienunternehmen Dr. Oetker sich neu aufstellt.

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