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Florian Funck Haniel-Finanzchef wird zum 7. Dezember sein Aufsichtsratsmandat bei Metro niederlegen

Die Investment-Holding zieht sich vom Großhändler Metro weiter zurück. So bekommt der neue Großaktionär Daniel Kretinsky mehr Macht.
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Haniel-Finanzchef Florian Funk wird zum 7. Dezember sein Aufsichtsratsmandat niederlegen. Quelle: Haniel
Florian Funk

Haniel-Finanzchef Florian Funk wird zum 7. Dezember sein Aufsichtsratsmandat niederlegen.

(Foto: Haniel)

Düsseldorf Die Investment-Holding Haniel hat weitere 12,5 Prozent der Anteile an Metro verkauft und sich damit weitgehend von dem Großhändler zurückgezogen. Gerade noch 2,7 Prozent der Anteile verbleiben zumindest vorübergehend bei Haniel. Das hat Auswirkungen auf den Aufsichtsrat von Metro: So wird Haniel-Finanzchef Florian Funck zum 7. Dezember sein Aufsichtsratsmandat niederlegen.

Nachrücken wird wohl ein Vertreter des neuen Metro-Großaktionärs Daniel Kretinsky. Der tschechische Milliardär hat über seine Investmentholding EP Global Commerce (EPGC) die Anteile von Haniel übernommen und seine Beteiligung auf 29,99 Prozent ausgebaut. Die EPGC, die bisher noch keinen Sitz im Kontrollgremium hat, wird sich die Chance, mehr Einfluss beim Großhändler zu nehmen, nicht nehmen lassen, sagen Insider.

Kretinsky selber wird kein Aufsichtsratsmandat übernehmen, das hat er bereits klargestellt. Offen ist noch, wen er entsendet. Darüber werden zurzeit Gespräche geführt. Es könnte eine Lösung geben wie beispielsweise beim Braunkohleunternehmen Mibrag, wo Kretinksky seinen Vertrauten Jan Springl im Aufsichtsrat installiert hat. Die andere Möglichkeit wäre, einen unabhängigen Handelsexperten als Vertreter zu schicken.

Für Metro-Chef Olaf Koch dürfte das Leben damit keineswegs einfacher werden. Zwar galt das Verhältnis zwischen Koch und den Haniel-Oberen seit langem als angespannt. Entsprechend begrüßte der Metro-Vorstand in einer Pressemitteilung die Aufstockung des Anteils von Kretinsky.

Doch der tschechische Milliardär hat eine klare Vorstellung davon, wie Metro künftig ausgerichtet werden soll. Und ob Koch in dieser Strategie langfristig eine Rolle spielt, ist noch nicht ausgemacht.

Mehr: Die Metro-Tochter Real verbündet sich mit Onlinemarktplätzen aus Frankreich, Italien und Rumänien – und will damit ihr Wachstum weiter vorantreiben.

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