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Fressnapf-Gründer Torsten Toeller So tickt der stille Milliardär

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Die Benko-Connection
Das sind die reichsten Deutschen
Platz 414: Theo Müller
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Seine Produkte finden sich in jedem Kühlregal: Theo Müller machte aus einer Dorfmolkerei einen Weltkonzern. „Forbes“ schätzt sein Vermögen auf 4,2 Milliarden Dollar. Damit schafft er es auf Platz 414 der reichsten Menschen der Welt.

(Foto: Imago)
Platz 402: Martin Viessmann
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Johann Viessmann gründete 1917 in Nordhessen den gleichnamigen Heizungsspezialisten. Sein Enkel Martin besitzt laut „Forbes“ ein Vermögen von 4,3 Milliarden Dollar.

(Foto: Viessmann)
Platz 402: Liz Mohn
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Die Familie Mohn baute Bertelsmann zu einem weltweiten Medienkonzern aus. Dazu gehören unter anderem RTL, Random House und Gruner+Jahr. Liz Mohn, Witwe von Reinhard Mohn, besitzt derzeit geschätzt 4,3 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 385: Axel Oberwelland
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Von Knoppers bis Werther's Original: Viele der beliebtesten deutschen Süßwaren kommen von der August Storck KG. Mit Axel Oberwelland leitet heute ein Urenkel des Gründers das Unternehmen. Sein Vermögen beträgt 4,4 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa/picture-alliance)
Platz 385: Michael und Wolfgang Herz
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Die Familie Herz kontrolliert über ihre Holding Maxingvest zwei deutsche Großunternehmen: den Kaffeehändler Tchibo und den Nivea-Hersteller Beiersdorf. Die beiden Brüder Michael (im Bild) und Wolfgang werden von „Forbes“ auf jeweils 4,4 Milliarden Dollar taxiert.

(Foto: picture alliance/dpa)
Platz 367: Andreas von Bechtolsheim
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Der deutsche Informatiker war 1982 einer der Gründer von Sun Microsystems. Sein Vermögen von derzeit 4,5 Milliarden Dollar machte er aber mit einer frühen Investition in Google. Von Bechtolsheim lebt heute im Silicon Valley.

(Foto: dpa/picture-alliance)
Platz 367: Karl-Heinz Kipp
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Der Deutsch-Schweizer gründete die Massa-Verbrauchermärkte, heute ein Teil des Metro-Konzerns. Dazu gehören ihm mehrere Hotels wie das Tschuggen Grand Hotel in Arosa (Bild), in dem er auch lebt. „Forbes“ schätzt sein Vermögen ebenfalls auf 4,5 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa/picture-alliance)

Zwei Stunden lang hat Toeller an diesem Vormittag im Juli mit Fashionette-Chef Fabio Labriola die Details der bevorstehenden Ladeneröffnung besprochen. Der bisher reine Onlineversender mit 70 Millionen Euro Umsatz wird in Kürze an der Düsseldorfer Kö seinen ersten Shop eröffnen; testweise, zunächst für sechs Monate. „Wir stellen dort die 600 beliebtesten Modelle unserer insgesamt knapp 5000 Handtaschen aus, und dann schauen wir mal, ob und wie sich dieses Konzept etabliert.“

Toeller ist bei Fashionette nicht nur beteiligt, er ist auch im Beirat und coacht die Geschäftsführung. „Fabio und sein Team machen einen geilen Job“, lobt Toeller und sich gleich mit. „Nichts macht erfolgreicher, als andere erfolgreich zu machen.“

Dieses Motto gilt nicht nur für Toellers Geschäfte. Er wendet es auch bei seinen Investments an. Ein großer Teil von Toellers Privatvermögen steckt seit Herbst 2013 in der Immobiliengesellschaft Signa Prime des Jungunternehmers Benko. Toeller gibt Benko Geld, damit der daraus Erfolge in der Immobilienbranche formt. So sieht Toeller das.

Beim Aufbau seines Firmenimperiums war Benko stets auf Unterstützung von Investoren wie Toeller angewiesen. So trifft Toeller im Kreis der Benko-Investoren auf den Tiroler Strabag-Baulöwen Peter Haselsteiner, Berater-Legende Roland Berger, Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda oder den Schweizer Kaffeemaschinenkönig Arthur Eugster.

Am 26. Mai vor drei Jahren lernen sich Toeller und Benko beim Formel-1-Rennen in Monaco kennen. Rennstallboss und Brausemilliardär Dietrich Mateschitz hat in die Red-Bull-VIP-Lounge geladen. Zwei gemeinsame Bekannte bringen die Milliardäre im Promigewusel um David Hasselhoff, George Lucas und Michael Douglas zusammen. „René interessiert sich eigentlich kaum für Sport“, sagt einer, der beide sehr gut kennt. „Er hat wahrscheinlich ununterbrochen mit Torsten übers Geschäft gesprochen.“

Und Toeller hört aufmerksam zu. Denn er hat seinerzeit Geld, das er nicht direkt wieder in Fressnapf stecken will. Seine erste Ehe mit Alexandra Täubrich, der Tochter des Inhabers der Trinkgut-Getränkemärkte, hatte ihm nach dem Tod des Schwiegervaters 2004 eine Beteiligung an Trinkgut beschert. Er übernimmt später die Mehrheit und verkauft die Kette an Edeka. „Ich wollte die Erlöse nicht wieder in den Einzelhandel stecken, sondern diesmal in Immobilien investieren“, sagt Toeller.

Überraschend schnell, nur wenige Monate nach ihrer ersten Begegnung, sind sich Toeller und Benko handelseinig. „René ist ein akribischer Arbeiter, unheimlich fleißig und schnell in der Birne“, sagt Toeller.

Ihn schockt auch nicht, dass Benko nach zahlreichen Skandalen und einer Verurteilung wegen Korruption nicht den besten Leumund besitzt. „Es kann sein, dass René gegenüber der Öffentlichkeit die volle Transparenz an bestimmten Stellen nicht herstellen will“, sagt er. „Aber für mich als Aktionär gab es bisher nirgendwo eine Blackbox.“ Also steigt Toeller nach dem Trinkgut-Verkauf mit zehn Prozent in Benkos Immobilienfirma Signa Prime ein.

Seit seinem Einstieg sei „die Signa-Gruppe stark und schnell gewachsen und habe eine gute Erfolgsgeschichte beim Kauf, aber auch beim Verkauf von Immobilien hingelegt“, lobt Toeller. Jüngstes Beispiel: Vor wenigen Wochen stielte Benko einen der größten Immobiliendeals der vergangenen Jahre ein, als er den noch im Bau befindlichen Bürokomplex Icon Vienna am Wiener Hauptbahnhof für mehr als 500 Millionen Euro an die Allianz verkaufte.

Vom Regaleinräumer zum McLaren-Fahrer
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