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Gabelstapler-Hersteller Warum Jungheinrich tiefer stapeln muss

Das erste Halbjahr ist für den Staplerhersteller gut gelaufen. Doch die Aussichten für die nächsten Monate sind trüb.
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Ende Juli musste der Jungheinrich-Vorstandschef die Gewinnerwartung für 2019 nach untern korrigieren. Quelle: Jungheinrich
Hans-Georg Frey

Ende Juli musste der Jungheinrich-Vorstandschef die Gewinnerwartung für 2019 nach untern korrigieren.

(Foto: Jungheinrich)

Hans-Georg Frey, Vorstandschef von Jungheinrich, hatte die Anleger bereits auf die schlechten Nachrichten vorbereitet – und Ende Juli eine Gewinnwarnung verschickt. Auf noch bis zu 260 Millionen Euro schätzt der Hamburger Intralogistik-Konzern den Betriebsgewinn für das laufende Geschäftsjahr, nachdem Ende des vergangenen Jahres noch knapp 300 Millionen Euro erwartet worden waren.

Die Investoren werteten die Prognosesenkung als schlechtes Zeichen – und schickten die Aktie des Unternehmens angesichts der konjunkturellen Eintrübung zeitweise mit einem Minus von fast zehn Prozent auf Talfahrt. Auch die nun vorgelegten Halbjahreszahlen haben dem im SDax notierten Familienunternehmen nicht mehr helfen können. Zwar wirkt das Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz von sechs beziehungsweise zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr durchaus solide.

Doch angesichts der konjunkturellen Eintrübung halten sich derzeit viele Unternehmen mit größeren Investitionen zurück. Das treffe auch Jungheinrich, wie Vorstandschef Frey bei der Präsentation der Zahlen am Donnerstag erklärte: „Nach einem starken Start in das laufende Geschäftsjahr spüren wir allerdings seit Kurzem einen deutlichen Rückgang der Investitionstätigkeit der Kunden.“ Die Unsicherheiten aus den andauernden Handelskonflikten entfalteten hier ihre Wirkung, so der Manager.

So ging allein im Juni die Nachfrage nach Flurförderfahrzeugen in Europa um 16 Prozent zurück. Global sank das Marktvolumen in den ersten sechs Monaten des Jahres um fünf Prozent, wobei der Rückgang im zweiten Quartal nach Angaben des Unternehmens besonders stark war.

Hoffnung macht dabei allein China, wo die Nachfrage zuletzt noch angezogen hat. Allerdings sei etwa im Produktsegment Lagertechnik der Anstieg der chinesischen Nachfrage durch den Rückgang in Nordamerika weitgehend aufgehoben worden, so das Unternehmen.

Noch ist die Auftragslage des Staplerherstellers allerdings gut – weshalb das konzernweite Umsatzziel von rund vier Milliarden Euro für 2019 erreicht werden dürfte. „Mit einer Auftragsreichweite von fünf Monaten bleiben wir auf Kurs und halten an unserem Umsatzziel fest“, erklärte Frey. Wenngleich das Tempo nachlässt: Auch beim Auftragseingang revidierte der Konzern seine Prognose und rechnet nun für 2019 mit einem Volumen von rund vier Milliarden Euro, nachdem bis zu 4,2 Milliarden erwartet worden waren.

An Investitionen in Zukunftstechnologien will Frey allerdings weiterhin festhalten – etwa in die Elektromobilität. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir als führender Anbieter von Elektrostaplern mit unserer bewährten Wachstumsstrategie den richtigen Kurs verfolgen“, sagte der Vorstandschef. „Hier sind wir Trendsetter in der Branche.“

Mehr: Im September dieses Jahres wechselt Hans-Georg Frey in den Aufsichtsrat von Jungheinrich. Für seine bisherige Tätigkeit im Vorstand des Unternehmens erhielt er viel Lob.

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