Georg Stumpf Ein österreichischer Milliardär will Exyte zum Börsenerfolg machen

Der österreichische Milliardär Georg Stumpf bringt den schwäbischen Anlagenbauer Exyte an die Börse. Die Kontrolle gibt der Unternehmer aber nicht ab.
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25 bis 30 Prozent der Aktien will Stumpf zu einem Wert von bis zu einer Milliarde Euro an der Börse verkaufen. Quelle: diepresse.com
Georg Stumpf

25 bis 30 Prozent der Aktien will Stumpf zu einem Wert von bis zu einer Milliarde Euro an der Börse verkaufen.

(Foto: diepresse.com)

WienBereits im vergangenen Jahr hatte es Georg Stumpf geschafft. Der Immobilienunternehmer und Investor aus Wien rückte laut Wirtschaftsmagazin „Forbes“ in den erlesenen Kreis der Milliardäre des Alpenlandes auf. Nun setzt der Investor, der im Privatjet von Termin zu Termin eilt, zu seinem bislang größten Coup an. Noch in diesem Jahr will der öffentlichkeitsscheue Unternehmer mit dem erwarteten Börsengang des schwäbischen Anlagenbauers Exyte (früher M+W Group) ordentlich Kasse machen.

Im Oktober will der Alleinbesitzer von Exyte 25 bis 30 Prozent der Aktien zu einem Wert von bis zu einer Milliarde Euro an der Börse verkaufen. Der frühere Linde-Chef Wolfgang Büchele hat zuletzt aus dem sehr volatilen Anlagenbauer in kurzer Zeit eine Wachstumsstory kreiert. Potenzielle Anleger sollten sich den Börsenprospekt dennoch genau anschauen.

Das Unternehmen will vom künftig stark wachsenden Bedarf an Halbleitern profitieren. Beispielsweise müssen beim autonomen Fahren Unmengen von Informationen verarbeitet werden. Exyte baut als Reinraumexperte schlüsselfertige Fabriken für Unternehmen wie Infineon, ASML und Micron.

Dabei ist absolute Termintreue gefragt. Geht ein Großprojekt schief, schmilzt ein Jahresgewinn schnell dahin. In diesem Jahr will ‧Büchele mit 4.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro erzielen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll auf über 160 Millionen Euro hochschnellen.

Mit Risikobereitschaft zum Erfolg

Seine Karriere hat Stumpf als Immobilieninvestor in Wien begonnen. Sein Vater Georg Stumpf baute bereits für den ORF den Sendersitz auf dem Wiener Küniglberg und die Wiener Stadthalle. Schon mit 25 Jahren schuf der Sohn sein eigenes Bauunternehmen. In Wien errichtete er 2001 den Millennium Tower mit einer Höhe von über 200 Metern, 60 Meter höher als ursprünglich genehmigt.

Doch trotz einer heftigen Debatte erhielt das Bauwerk schließlich von der Stadt Wien doch noch grünes Licht. Der knallharte Investor hatte sich mit seiner Risikobereitschaft am Ende durchgesetzt. Zwei Jahre nach dem Einzug verkaufte der frühere erfolgreiche Golfer den Turm samt Einkaufszentrum mit einem Gewinn von über 200 Millionen Euro.

Auch bei seinen späteren Investitionen, beispielsweise beim Schweizer Industriekonzern Sulzer, gab es Ärger, diesmal mit dem eidgenössischen Börsengesetz. Mit einer Strafe von zehn Millionen Franken an Wiedergutmachung wurde das Verfahren 2010 eingestellt.

Der heute 44-Jährige hält sich im Gegensatz zu anderen Bauunternehmern und Milliardären wie Strabag-Gründer Hans Peter Haselsteiner mit Auftritten in seiner österreichischen Heimat eher zurück. Dem Luxus ist der Ökonom mit dem Magistertitel der Wirtschaftsuniversität Wien unterdessen nicht abgetan. Zusammen mit der in Österreich prominenten Patricia Schalko lebt er in einem Palast im Wiener Nobelviertel Döbling. Seine Lebensgefährtin machte allerdings im April Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Damals spendete die Milliardärspartnerin spontan 77.000 Euro für einen schwer kranken Jungen.

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