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Großaktionär Hans Michel Piëch soll VW-Aufseher bleiben – trotz Altersgrenze

Der Anwalt ist größter Einzelaktionär des Wolfsburger Autobauers. Trotz seiner 77 Jahre soll Piëch fünf weitere Jahre dem Kontrollgremium angehören.
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Die Familienachse im VW-Aufsichtsrat bleibt intakt. Quelle: dpa
Hans Michel Piëch

Die Familienachse im VW-Aufsichtsrat bleibt intakt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNormalerweise sollen Aufsichtsräte von Volkswagen im Alter von 75 Jahren aus dem Kontrollgremium ausscheiden. Doch bei Hans Michel Piëch, inzwischen 77 Jahre alt, macht der Wolfsburger Autokonzern eine Ausnahme.

Hans Michel Piëch verfüge „über besondere Erfahrungen und Kenntnisse auf den Geschäftsfeldern der Gesellschaft, die er nach Überzeugung des Aufsichtsrates auch zukünftig im Interesse und zum Wohl der Gesellschaft einbringen wird“, lautet die Begründung in der Einladung zur nächsten VW-Hauptversammlung Mitte Mai in Berlin. Er soll also bleiben und für fünf weitere Jahre dem obersten VW-Kontrollgremium angehören.

Zusammen mit seinem Vetter Wolfgang Porsche bildet Piëch die zentrale Familienachse im Volkswagen-Aufsichtsrat. Keine andere Einzelperson hält letztlich mehr Anteile an Volkswagen. Von der Porsche SE besitzt er persönlich etwa 20 Prozent der Stimmrechte. Der Holding wiederum gehören rund 53 Prozent der stimmberechtigten VW-Stammaktien.

Nach dem Ausscheiden seines Bruders und langjährigen Konzern- und Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch ist der Wiener Rechtsanwalt nun der maßgebliche Sprecher der Piëch-Seite.

Indem Hans Michel Piëch jetzt entgegen den internen Vorgaben noch einmal in den Aufsichtsrat gewählt werden soll, unterstreicht die dritte Generation der Porsche-Piëch-Familie, dass sie nicht an einen Rückzug aus dem Unternehmen denkt. Vertreter der jüngeren vierten Generation sind zwar schon in vielen Volkswagen- und Konzerngremien vertreten, werden aber noch nicht an die entscheidenden Schalthebel gelassen.

Piëch hatte die Anteile seines Bruders Ferdinand vor zwei Jahren für rund eine Milliarde Euro übernommen. Er brauchte dafür die Unterstützung von Banken: Für rund 400 Millionen Euro verpfändete er Porsche-Aktien. Diese Verschuldung dürfte ein wesentlicher Beweggrund dafür sein, dass Piëch den VW-Aufsichtsrat nicht so schnell verlässt: Er will wissen, was in seinem Namen bei Volkswagen passiert.

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