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Gründer Arnd Aschentrup Coronakrise sorgt für Boom bei Sprach-Lern-App Tandem

Interkulturelle Begegnungen fallen derzeit aus. Eine App hat sich erfolgreich auf virtuelle Sprach-Treffs spezialisiert – und bekommt frisches Geld.
28.07.2020 - 07:06 Uhr Kommentieren
Um mehr zahlende Mitglieder zu gewinnen, will der Tandem-Gründer das Team in Berlin von 25 auf 50 Mitarbeiter aufstocken. Quelle: Tandem
Arnd Aschentrup

Um mehr zahlende Mitglieder zu gewinnen, will der Tandem-Gründer das Team in Berlin von 25 auf 50 Mitarbeiter aufstocken.

(Foto: Tandem)

Hamburg Interkulturelle Begegnungen finden derzeit fast nur im virtuellen Raum statt. Noch immer fällt die Mehrzahl der Langstreckenflüge aus, gelten strenge Reisebeschränkungen für den Interkontinentalverkehr, fehlen Universitäten internationale Studenten.

Einer der Profiteure der Krise ist dadurch die App Tandem: Mitgründer Arnd Aschentrup hat das Sprach-Lern-Prinzip, bei dem sich Muttersprachler zweier verschiedener Sprachen zu einem Lernduo zusammentun, in eine App verlagert. Jetzt sammelt er in einer Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro ein.

„Wir erleben eine deutliche Beschleunigung durch Corona“, sagt Aschentrup. Die Zahl der Nutzer habe sich in der Krise mehr als verdoppelt. Mit frischem Geld von Investoren um den Pariser Geldgeber Brighteye Ventures will der Gründer die Gunst der Stunde nutzen. Bislang habe Tandem wenig Geld ins Marketing gesteckt und sei vor allem über Empfehlungen gewachsen.

Jetzt will der Gründer ein eigenes Team aufbauen, das neue Nutzer gewinnen soll – etwa über bessere Sichtbarkeit in Suchmaschinen und virales Marketing. Um mehr zahlende Mitglieder zu gewinnen, will Aschentrup das Team in Berlin von 25 auf 50 Mitarbeiter aufstocken.

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    Entstanden ist die App aus der Idee, eine chatbasierte Community zu schaffen, in der sich Leute verschiedener Interessengebiete treffen können. Nach dem Start setzte Aschentrupp im Jahr 2015 einen Schwerpunkt. Tandem bietet seitdem spezielle Tools zum Sprachenlernen, etwa eine Wortkorrektur mit Quizelementen und Übersetzungsfunktionen. Zehn Millionen aktive jährliche Nutzer seien dabei, Ziel sind 100 Millionen. Allerdings nutzen die meisten die werbefinanzierte kostenfreie Variante. Umsatztreiber ist dennoch das vor zwei Jahren eingeführte Abo-Modell.

    Erfahrung mit Videochats

    Das Lernen in Sprachtandems ist eine etablierte Method – besonders wenn es darum geht, die Alltagsfähigkeiten zu verbessern. Üblicherweise finden sich dabei Lernpartner etwa an Universitäten oder Volkshochschulen. Die App weitet den Kreis möglicher Partner über Kontinente hinaus.

    Das Angebot gibt es theoretisch für 300 Sprachen. Neue Nutzer müssen sich dabei von der Community auf Ernsthaftigkeit prüfen lassen, bevor sie um einen Sprachpartner werben dürfen. Allerdings kritisieren einzelne Nutzer in den App-Bewertungen, es kämen dennoch zu viele nicht ernst gemeinte Anfragen.

    Das Prinzip hat den Risikokapitalgeber Brighteye Ventures überzeugt. „Das Produkt hat sich in dieser globalen Krise bewährt und ist beeindruckend gewachsen. Das Team ist nun sehr gut gerüstet, um gestärkt daraus hervorzugehen“, erklärte Brighteye-Partner Alex Spiro. Brighteye Ventures hat sich auf Lernsoftware spezialisiert und investiert in Frühphasen und erste Wachstumsrunden.

    Gründer Aschentrup sieht durch die Corona-Pandemie vor allem eine verstärkte Nutzung von Videochats. Der Kommunikationskanal sei im Alltag angekommen. Der Unternehmer hat Erfahrung damit: Vor Tandem gründete er mit seinen Partnern ein Unternehmen für Videoinhalte auf früheren Handy-Generationen. Schon als Student baute er von Hannover aus eine Community für Comedy-Autoren auf, die über das Netz Gags an Late-Night-Shows verkaufen konnten.

    Mehr: Dieser Gründer will das Chaos in der Firmenkommunikation beenden

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