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Günther Helm Drogeriekonzern Müller findet Wunschpartner für die Digitalisierung

Der neue Geschäftsführer von Müller treibt den Ausbau des digitalen Geschäfts voran – und akquiriert 26 Prozent des Onlinehändlers Niceshops.
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Der neue Chef des Drogeriekonzerns Müller treibt den Ausbau des Digitalgeschäfts voran. Quelle: picture alliance / Guenther PERO
Günther Helm

Der neue Chef des Drogeriekonzerns Müller treibt den Ausbau des Digitalgeschäfts voran.

(Foto: picture alliance / Guenther PERO)

Düsseldorf Der neue Geschäftsführer des Drogeriekonzerns Müller verschwendet nicht viel Zeit. Am 1. Juni erst hat Günther Helm seine neue Stelle angetreten. Jetzt kann er bereits die erste Akquisition verkünden. Das Familienunternehmen übernimmt 26 Prozent an dem österreichischen Onlinehändler Niceshops GmbH – und macht damit einen großen Schritt im geplanten Ausbau des Digitalgeschäfts.

„Das ist für uns ein Meilenstein“, freut sich Helm, den der Unternehmer Erwin Müller von der österreichischen Aldi-Tochter Hofer abgeworben hatte. Der Gründer hatte sich bisher immer schwergetan einen Nachfolger zu finden, schon mehrere Topmanager hat er vergrault und seinen eigenen Sohn ausbezahlt. Doch diesmal soll alles anders sein. Müller werde sich „fast vollständig“ aus der operativen Führung zurückziehen, hatte Helm vor seinem Amtsantritt gesagt. Angeblich soll er auch eine kleine Beteiligung bekommen.

Helms erklärtes Ziel ist es, den Onlinehandel bei Müller „aggressiv“ auszubauen. „Niceshops war unser absoluter Wunschpartner“, so Helm. Müller betreibt seit sechs Jahren einen Onlineshop, bietet aber keine Lieferung an. Die Kunden müssen sich die online gekauften Waren in der Filiale abholen. Das soll sich künftig ändern.

Niceshops habe „umfangreiches Know-how in den Bereichen E-Commerce, Softwareentwicklung und Endkundenlogistik“, betonte Helm. Bei Niceshops, das mit rund 200 Mitarbeitern etwa 50 Millionen Euro Umsatz erzielt, bleibt das bisherige Führungsteam um Firmengründer Roland Fink an Bord. „Wir sind stolz darauf, gemeinsam einen erfolgreichen europäischen Handelskonzern bei der Digitalisierung unterstützen zu können“, ließ sich Fink zitieren.

Da ist in der Tat wohl noch viel zu tun. Die Konkurrenten dm und Rossmann sind im E-Commerce deutlich weiter – auch wenn sie selbst dem Onlinegeschäft eher skeptisch gegenüberstehen. Doch vielleicht hilft es, dass Helm privat Marathon läuft – da dürfte er über einen langen Atem verfügen

Mehr: Lesen Sie hier, warum der Drogerie-Patriarch Erwin Müller zum Brexit-Flüchtling wird.

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