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HausgeräteherstellerMiele beruft mit Rebecca Steinhage erstmals eine Frau in die Geschäftsführung

Der Hausgerätehersteller Miele erweitert die Geschäftsführung auf sechs Mitglieder. Die bisherige Personalchefin verantwortet nun mehr Bereiche.Anja Müller 15.06.2022 - 15:50 Uhr Artikel anhören

Seit 2019 ist sie Senior Vice President Human Resources des Gütersloher Hausgerätekonzerns.

Foto: obs

Düsseldorf. Die bisherige Personalchefin des Familienunternehmens Miele, Rebecca Steinhage, steigt in die Geschäftsführung auf. Das teilte Miele am Mittwoch mit. Ab 1. Juli übernimmt sie das neu geschaffene Ressort „Human Resources & Corporate Affairs“.

Sie ist die erste Frau in der Geschäftsführung. Diese wird bisher von den zwei Mitgliedern der Gründerfamilien, den geschäftsführenden Gesellschaftern Markus Miele und Reinhard Zinkann angeführt.

Steinhage leitet seit drei Jahren die weltweite Personalarbeit mit mehr als 22.300 Mitarbeitenden in 50 Ländern, darunter 11.200 in Deutschland. Das wird sie auch in der neuen Funktion tun, aber zusätzlich die Themen Kommunikation und Nachhaltigkeit verantworten.

Erst vor rund einem Monat hatte die Allbright Stiftung die Diversität an den Spitzen der Familienunternehmen analysiert. Das Ergebnis: Die Vielfalt ist besonders in Unternehmen gering, die komplett in Familienhand sind. Auch Miele gehört zu den Unternehmen, die zu 100 Prozent von der Unternehmensfamilie kontrolliert werden.

Der Haushaltsgerätehersteller erklärte im Mai, die Besetzung seines fünfköpfigen Vorstands mit Männern wie folgt: Zwei Mitglieder kämen aus der Eigentümerfamilie, die drei anderen Geschäftsführer seien zu Zeitpunkten gekommen, als es einen „langfristigen Plan, mindestens eine Frau für die Geschäftsleitung zu gewinnen“, noch nicht gegeben habe. Weiter sagte das Unternehmen: „Alle fünf wurden ohne Ansehung des Geschlechts ausgewählt. In allen Fällen wäre eine Frau selbstverständlich ebenso willkommen gewesen wie ein Mann.“

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Miele hatte in der Allbright-Umfrage aber zugegeben, die rein männliche Besetzung nicht mehr zeitgemäß zu finden. Heute habe die Frauenförderung in Führungspositionen eine hohe Priorität. Dies gelte auch für die künftige Besetzung der Geschäftsleitung. Mit dem Aufstieg von Rebecca Steinhage hat Miele geliefert. Die Gruppe setzte 2021 mehr als 4,8 Milliarden Euro um.

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